Wirtschaft
16.04.2018 13:28

Hotelübernachtungen in Genf am teuersten

  • Hotelübernachtungen sind in Genf und Zürich in einem Europavergleich besonders teuer. (Archiv)
    Hotelübernachtungen sind in Genf und Zürich in einem Europavergleich besonders teuer. (Archiv) | KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
TOURISMUS ⋅ Die Hotelbranche in Europa hat im vergangenen Jahr von der gestiegenen Reiselust internationaler Gäste profitiert. Die Preisunterschiede für Übernachtungen sind gross. Genf ist für Hotelgäste einer Studie zufolge ein besonders teures Pflaster.

Genf führte auch im vergangenen Jahr das Ranking von zwölf europäischen Metropolen an - mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 242,90 Euro pro Nacht, wie aus einer am Montag veröffentlichten Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens PwC hervorgeht. Auf Platz zwei kam Paris (231,30 Euro), gefolgt von Zürich (203,90 Euro).

Die Banken- und Messestadt Frankfurt kam mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 122,10 Euro auf Rang acht. Berlin rangierte mit 95,70 Euro pro Nacht auf Platz 10.

Besonders gutes Jahr für Hotelbranche

Die Zahl der internationalen Besucher in Europa stieg PwC zufolge binnen Jahresfrist um 8 Prozent. Davon habe die Hotelbranche besonders profitiert. "2017 war ein aussergewöhnliches Jahr für den europäischen Hotelmarkt", erläuterte Dirk Hennig, Partner bei PwC Deutschland. Vor allem bei Touristen aus den USA, China und zunehmend auch wieder aus Russland würden europäische Reiseziele immer beliebter.

Nach Hennigs Einschätzung dürfte der europäische Hotelmarkt in diesem und nächsten Jahr weiter zulegen, allerdings in etwas moderaterem Tempo. Grund seien weltweit politische Unsicherheiten und Konflikte. So hat sich beispielsweise das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen in der letzten Zeit kontinuierlich verschlechtert. Nach der Ankündigung neuer US-Sanktionen verlor der Rubel zuletzt deutlich an Wert.

Bei den Übernachtungspreisen spielen auch Währungseffekte eine Rolle. So ist zum Beispiel der Schweizer Franken gegenüber Euro und Co. vergleichsweise stark, das macht es für Gäste aus dem Ausland in dem Land teurer. (sda/dpa)

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