Wirtschaft
13.02.2018 11:23

Schweizer Ausfuhren nach China und Hongkong

  • Anziehende Exporte: Die Schweiz hat 2017 deutlich mehr Waren nach China und Hongkong ausgeführt als noch im Vorjahr. (Bild: Hafen von Hongkong)
    Anziehende Exporte: Die Schweiz hat 2017 deutlich mehr Waren nach China und Hongkong ausgeführt als noch im Vorjahr. (Bild: Hafen von Hongkong) | KEYSTONE/EPA/ALEX HOFFORD
AUSSENHANDEL ⋅ Die Schweiz hat im vergangenen Jahren wieder mehr Waren nach China und Hongkong geliefert. Nach der Stagnation der Ausfuhren im Vorjahr hat insbesondere der Export von Uhren wieder deutlich angezogen.

Die Schweizer Wirtschaft hat 2017 Waren im von 16,7 Milliarden Franken nach China und Hongkong exportiert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13,8 Prozent, wie das Netzwerk Swiss Centers China (SCC) am Dienstag mitteilte.

Zu diesem Exportplus haben alle drei grossen Schweizer Exportbranchen beigetragen. Insbesondere die Uhren- und Präzisionsinstrumentenindustrie schaffte die Trendwende. Nach einem seit 2015 anhaltenden Rückgang erhöhten sich deren Exporte im vergangenen Jahr wieder um 14 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken.

Bei der Pharma- und Chemieindustrie sowie bei der Maschinenindustrie wuchsen die Ausfuhren um je 13 Prozent auf 5,3 Milliarden respektive auf 2,7 Milliarden Franken.

Schnell wachsender Markt

China bleibt damit bei weitem der bedeutendste asiatische Markt für die Schweiz. Das Volumen der Schweizer Exporte nach China und Hongkong sind laut SCC doppelt so gross wie nach Japan und zehnmal so gross wie nach Indien.

China ist hinter den USA auch der zweitschnellst wachsende Exportmarkt. So wuchsen die Ausfuhren nach China und in die USA in den letzten zehn Jahren um 66 und 73 Prozent. Der Schweizer Gesamtexport legt in diesem Zeitraum lediglich um 7 Prozent zu.

Mit dem Exportvolumen von knapp 17 Milliarden Franken ist China und Hongkong der drittgrösste Markt für Schweizer Waren. Der grösste Markt mit Ausfuhren im Wert von mehr als 40 Milliarden Franken ist Deutschland. Dahinter folgen die USA mit Schweizer Importen im Gesamtwert von rund 33 Milliarden Franken.

Gemäss einer Umfrage des SCC sind die Exportunternehmen auch zuversichtlich, dass die Exporte nach China auch in diesem Jahr zunehmen werden. Knapp drei Viertel der insgesamt 108 befragten Exportunternehmen erwarten 2018 im Vergleich zum Vorjahr höhere oder sogar erheblich höhere Umsätze. (sda)

Meist gelesene Artikel

Sturz über 15 Meter: Bei der Stoosbahn ist am Samstag ein Mann verunglückt.
UNFALL

Mann stürzt in Bach und stirbt

Unfall in Hundwil TG: Schneebedeckte Strassen in Kombination mit dem Alkohol im Blut des Autolenkers hat hier einen Personenwagen vom rechten Weg abgebracht.
UNFÄLLE

Schnee auf Strassen setzt Autofahrern zu

Politisch gefärbte Laternen: Auch der Korea-Konflikt ist Thema am diesjährigen Morgestraich in Basel.
BASLER FASNACHT 2018

"Morgestraich - vorwärts marsch!" in Basel

Die Violinisten Didier Lockwood (links) und Stephane Grappelli 1993 am Jazzfestival in Montreux. (Archivbild)
TODESFALL

Französischer Geiger Didier Lockwood tot

"Warum nicht einen gemeinsamen Präsidenten?": Albaniens Premierminister Edi Rama schlägt ein gemeinsames Staatsoberhaupt für Albanien und das Kosovo vor. (Archivbild)
ALBANIEN - KOSOVO

Albanien schlägt Präsidenten mit Kosovo vor

Will nicht weiter "im Berliner Milieu leben und in der Schweiz Politik machen": Tim Guldimann, in Berlin wohnhafter SP-Nationalrat. (Archiv)
PARTEIEN

Guldimann tritt ab und Molina tritt auf

Die mexikanische Armee bei einer Operation gegen das Verbrechersyndikat Cartel Jalisco Nueva Generación in Guadelajara. (Archivbild)
KRIMINALITÄT

Entführte Ermittler in Mexiko tot entdeckt

Beim Besuch von US-Präsident Donald Trump in der Grosse Halle des Volkes in Peking gerieten sich amerikanische und chinesische Geheimdienstleute in die Haare. (Archivbild)
CHINA

Gerangel um Trumps Atomkoffer in Peking

Die Exporte Japans nach China wuchsen in Januar um fast einen Drittel. (Symbolbild)
VOLKSWIRTSCHAFT

"Made in Japan" in China gefragt

Nicht genügend Winterbekleidung: Der deutschen Armee fehlt es an wichtiger Ausrüstung für Nato-Einsätze. Im Bild: die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. (Symbolbild)
DEUTSCHLAND

Zu wenig Ausrüstung für deutsche Soldaten

Zur klassischen Ansicht wechseln