Luzern
08.02.2018 10:19

So erlebten die Ehrengäste die Fritschitagwache

  • Ehrengast Petra Gössi am Fritschizmorge in der Kornschütte.
    Ehrengast Petra Gössi am Fritschizmorge in der Kornschütte. | Kilian Küttel/LZ (Luzern, 8. Februar 2018)
  • Marc Albrecht ist Melser Fasnächtler und Ehrengast an der Luzerner Fritschitagwache.
    Marc Albrecht ist Melser Fasnächtler und Ehrengast an der Luzerner Fritschitagwache. | Kilian Küttel/LZ (Luzern, 8. Februar 2018)
  • Der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger kam in einem traditionellen Baarer Kostüm als Ehrengast zur Fritschitagwache.
    Der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger kam in einem traditionellen Baarer Kostüm als Ehrengast zur Fritschitagwache. | Kilian Küttel/LZ (Luzern, 8. Februar 2018)
  • Fritschivater Alfred Meier in der Kornschütte. Dort findet das traditionelle Fritschi-Zmorge nach dem Urknall statt.
    Fritschivater Alfred Meier in der Kornschütte. Dort findet das traditionelle Fritschi-Zmorge nach dem Urknall statt. | Kilian Küttel/LZ (Luzern, 8. FEbruar 2018)
SCHMUTZIGER DONNERSTAG ⋅ Nebst dem Fritschivater und seiner Familie feierten auch die eingeladenen Ehrengäste am Donnerstagmorgen den Start in die Luzerner Fasnacht, darunter die Küssnachter FDP-Präsidentin Petra Gössi.

Um kurz vor 6 Uhr kann sich Fritschivater Alfred Meier eine erste Pause gönnen: Zusammen mit seiner Familie, Bruder Fritschi und den geladenen Gästen kehrt er in der Kornschütte zum traditionellen Frischti-Zmorge ein. Meier steht im Mittelpunkt, unsere Zeitung erwischt ihn zwischen einem Konfibrot und dem nächsten Händedruck: «Die Stimmung ist ausgelassen, sehr gut, sensationell», sagt der Zunftmeister zu Safran. Um Punkt 5 Uhr erschallte der Urknall, Meier stand am Landungssteg und erwartete seine Familie, die zusammen mit Bruder Fritschi, dessen Fritschene und dem Rest des Fasnachtstrosses mit dem Nauen übersetzte. «Es war ein gigantischer Moment, da läuft es einem kalt den Rücken runter», sagt der 60-Jährige vor Freude strahlend. Meier, der seit 1992 in der Zunft zu Safran ist, hat schon so manche Tagwacht erlebt. Ganz im Gegensatz zu Marc Albrecht von der Fasnachtsgesellschaft Mels.

Die Melser Fasnächtler waren am Donnerstag zu Gast in Luzern. Und Albrecht, der den amtierenden Böllenkönig (so heisst das Melser Fasnachtsoberhaupt) Bruno Ackermann vertrat, hatte einen mehr als guten Eindruck: «Wir haben in Mels ja selber eine tolle Fasnacht und sind uns einiges gewohnt. Aber das hier ist schon enorm eindrücklich.» Ähnlich klang es auch von der Schwyzer FDP-Nationalrätin Petra Gössi. Auch die Küssnachterin war unter den geladenen Gästen in der Kornschütte. Was ist nun besser – die Luzerner Fasnacht oder das Klausjagen? «Schön ist ja, dass man beides nicht miteinander vergleichen kann. Das Klausjagen ist wunderbar, aber auch hier ist die Stimmung sensationell. Oder auf Deutsch gesagt: Huere guet.» 

Petra Gössi mischte sich im schlichten roten Blazer unter die Fasnächtler. Ganz anders trat Beat Villiger, der Zuger Sicherheitsdirektor auf: Er kam im rot-weiss-gestreiften Räbegäuggel – einem traditionellen Baarer Sujet. Um halb vier Uhr morgens musst der CVP-Politiker aus den Federn. Bereut hat er es keine Sekunde: «Es ist eine so grosse Freude unter den Leuten, eine riesige Party. Das macht wirklich Spass.» Mit dieser Meinung dürfte Villiger nicht alleine bleiben.
 

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

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