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11.09.2019 16:46

Gedenkzeremonien für Opfer von 9/11

  • US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und zahlreiche Überlebende und Angehörige der Opfer gedenken vor dem Weissen Haus der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001.
    US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und zahlreiche Überlebende und Angehörige der Opfer gedenken vor dem Weissen Haus der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. | KEYSTONE/EPA/SHAWN THEW
USA ⋅ 18 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat Präsident Donald Trump potenziellen künftigen Angreifern mit verheerender Vergeltung gedroht. "Wir streben keinen Konflikt an", sagte er bei einer Gedenkveranstaltung am Pentagon in Washington.

"Aber wenn irgendwer es wagt, unser Land anzugreifen, werden wir darauf mit dem gesamten Ausmass amerikanischer Macht und dem eisernen Willen des amerikanischen Geistes antworten."

Trump verwies darauf, dass er nach einem tödlichen Anschlag in Kabul für den vergangenen Sonntag in Camp David geplante Verhandlungen mit Taliban-Vertretern abgesagt hatte. Unter den Toten in Kabul war auch ein US-Soldat.

Die Taliban hatten sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geweigert, den Drahtzieher - Al-Kaida-Chef Osama bin Laden - auszuliefern. Nach dem Einmarsch einer US-geführten Koalition in Afghanistan war das Taliban-Regime daraufhin Ende 2001 gestürzt worden.

Die USA verhandeln seit Monaten mit den Taliban über ein Abkommen, das den Weg für einen Abzug der US-Truppen und für Frieden in Afghanistan bereiten soll. Trump hatte die Verhandlungen nach der Absage der für Sonntag geplanten Gespräche für "tot" erklärt.

Am Mittwoch sagte Trump nun: "In den vergangenen vier Tagen haben wir unseren Feind härter angegriffen, als sie je angegriffen wurden. Und das wird andauern. Und wenn sie aus irgendeinem Grund in unser Land zurückkehren, werden wir dorthin gehen, wo sie sind, und Kräfte einsetzen, wie sie die Vereinigten Staaten nie zuvor eingesetzt haben."

Schweigeminute im Weissen Haus

Zuvor hatten Trump und und seine Frau Melania Trump mit einer Schweigeminute im Weissen Haus der Opfer gedacht. Anwesend beim Gedenken waren auch Angehörige von Opfern der Anschläge sowie Überlebende.

Bei den Terroranschlägen in New York und Washington waren am 11. September 2001 insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Islamisten hatten damals drei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und in das Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer leisteten.

Die US-Flaggen auf dem Weissen Haus und auf anderen Bundesbehörden in Washington wurden am Mittwoch auf halbmast gesetzt.

Gedenkzeremonie bei der Nato

Auch bei der Nato in Brüssel wurde am Mittwoch bei einer Gedenkzeremonie der Opfer des 11. September 2001 gedacht. Generalsekretär Jens Stoltenberg erinnerte daran, das nach dem Terrorangriff zum ersten und bislang einzigen Mal in der Bündnisgeschichte der Artikel 5 aktiviert wurde, nach dem ein bewaffneter Angriff auf ein Nato-Mitglied als Angriff gegen alle Mitglieder gewertet wird.

Dies führte dazu, dass zahlreiche Nato-Staaten sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al Kaida in Afghanistan beteiligten. Einer für alle und alle für einen", sagte Stoltenberg. "Am 11. September haben Terroristen die Zwillingstürme zerstört, aber sie werden niemals unsere Lebensweise und unsere freien und offenen Gesellschaften zerstören."

Bei den Terroranschlägen in New York und Washington waren am 11. September 2001 insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Islamisten hatten damals drei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und in das Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer leisteten. (sda/dpa)

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