International
Lade Login-Box.
15.09.2021 14:07

Haftstrafen für neun Hongkonger Aktivisten

  • Der pro-demokratische Aktivist Cheung Man-kwong verlässt ein Gericht, nachdem er eine Bewährungsstrafe erhalten hat. Neun Hongkonger Aktivisten und ehemalige Abgeordnete wurden zu Haftstrafen von bis zu 10 Monaten verurteilt. Foto: Kin Cheung/AP/dpa
    Der pro-demokratische Aktivist Cheung Man-kwong verlässt ein Gericht, nachdem er eine Bewährungsstrafe erhalten hat. Neun Hongkonger Aktivisten und ehemalige Abgeordnete wurden zu Haftstrafen von bis zu 10 Monaten verurteilt. Foto: Kin Cheung/AP/dpa | Keystone/AP/Kin Cheung
CHINA ⋅ Vor dem Hintergrund der andauernden Verfolgung der Hongkonger Demokratiebewegung sind neun Aktivisten und ehemalige Abgeordnete in der chinesischen Sonderverwaltungsregion am Mittwoch zu Haftstrafen von bis zu zehn Monaten verurteilt worden.

Drei weitere Aktivisten erhielten Bewährungsstrafen. Der Gruppe von zwölf Angeklagten wurde vorgeworfen, im vergangenen Jahr an einer Kerzenandacht für die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in Peking teilgenommen zu haben.

Die Polizei hatte die jährliche Mahnwache im Hongkonger Victoria Park im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit drei Jahrzehnten verboten und dies mit der Gefährdung durch die Coronavirus-Pandemie begründet. Kritiker sahen in dem Schritt jedoch den Versuch, die Hongkonger Opposition weiter zu unterdrücken. Trotz des Verbots der Behörden waren Tausende Menschen mit Kerzen in den Park geströmt.

Nach anhaltenden Demonstrationen und dem Ruf nach mehr Demokratie in Hongkong hatte die kommunistische Führung in Peking im Juli 2020 ein Sicherheitsgesetz erlassen. Es zielt auf die prodemokratische Opposition und richtet sich vage gegen Aktivitäten, die Peking als umstürzlerisch, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch ansieht. Mehr als 100 Aktivisten wurden festgenommen oder warten auf ihren Prozess. Einige wurden verurteilt. Aus Angst vor Strafverfolgung haben sich viele Oppositionsmitglieder ins Ausland abgesetzt.

Seit dem 1. Juli 1997 gehört die frühere britische Kronkolonie Hongkong wieder zu China und wird als Sonderverwaltungsregion autonom regiert. Eigentlich sollen die sieben Millionen Hongkonger bis 2047 "ein hohes Mass an Autonomie" und weiter viele politische Freiheiten geniessen. Der lange verfolgte Grundsatz "Ein Land, zwei Systeme" ist aus Sicht von Kritikern mit dem Pekinger Sicherheitsgesetz jedoch durch "ein Land, ein System" ersetzt worden. (sda/dpa)

Meist gelesene Artikel

GERICHTSENTSCHEID

Cham muss Mann von der Krankenkassenliste streichen

Marke für Bergsteiger: Beim Sportbekleidungshersteller Mammut kommt es zu Veränderungen an der Unternehmensspitze. (Archivbild)
MASCHINENINDUSTRIE

Mammut-Chef nimmt seinen Hut

Ein Mädchen ist am Donnerstag in einem Bieler Hallenbad verstorben. (Symbolbild)
BADEUNFALL

Tödlicher Badeunfall in Bieler Hallenbad

ARCHIV - Jane Powell, US-Schauspielerin, während einer Anhörung des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses über die Bedeutung öffentlicher Investitionen in die Kunst. Powell ist am 16. September im Alter von 92 Jahren in ihrem Haus im US-Bundesstaat Connecticut gestorben. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
USA

US-Schauspielerin Jane Powell gestorben

LUZERN

«Wem gehört die Stadt?»: Kundgebung linker Gruppierungen in der Stadt Luzern

ARCHIV - James Hetfield, Sänger und Gitarrist von der US-amerikanischen Rockband Metallica, steht bei einem Konzert im Ernst-Happel-Stadion auf der Bühne. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa
DEUTSCHLAND

Metallica an der Spitze der Charts

On-Börsengang in New York: Top-Manager verdienen Millionen. (Symbolbild)
BÖRSENGANG

On-Manager verdienen mit IPO Millionen

Meisterlicher Jubel: Der EV Zug gewinnt auch den Spitzenkampf gegen Ambri und thront schon wieder an der Spitze
NATIONAL LEAGUE

Meister Zug nicht zu stoppen

LUZERN

Vier Festnahmen an illegaler Veranstaltung

URI

Das sagt ein Experte zur Ausweitung von Tempo 30

Zur klassischen Ansicht wechseln