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23.02.2021 17:08

Mordfall Galizia in Malta: Schuldbekenntnis

  • ARCHIV - Die Journalistin Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Foto: Jon Borg/dpa
    ARCHIV - Die Journalistin Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Foto: Jon Borg/dpa | Keystone/Jon Borg
MALTA ⋅ Überraschende Wende im Mordfall der in Malta umgebrachten Journalistin Daphne Caruana Galizia: Einer von drei Männern, die wegen des Mordes vor Gericht stehen, hat sich am Dienstag schuldig bekannt. Bisher hatten alle drei die Tat bestritten.

Die Frau war am 16. Oktober 2017 in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Sie hatte über Korruption in Politik und Wirtschaft in ihrem Land recherchiert. Im Zusammenhang mit dem Fall musste der damalige maltesische Premierminister Joseph Muscat 2020 seinen Posten abgeben.

Der Angeklagte und sein Anwalt teilten jetzt dem Gericht in Valletta mit, dass er die Vorwürfe zur Beteiligung an dem Attentat zugebe. Danach könnte ein schnelles Urteil gegen den Mann folgen. In den maltesischen Medien gab es Berichte über eine mögliche Übereinkunft für eine Strafmilderung oder Begnadigung im Gegenzug für Informationen. Dabei ging es laut der Zeitung "Times of Malta" jedoch um einen anderen Mordfall von 2015, in den der Mann verwickelt sein soll.

Es laufen mehrere Verfahren wegen des Anschlags auf Daphne Caruana Galizia. Ausser dem Prozess gegen die drei Mord-Beschuldigten wurde der Unternehmer Yorgen Fenech im November 2019 als ein mutmasslicher Drahtzieher festgesetzt. Alle bestritten bislang, die ihnen zur Last gelegten Taten begangen zu haben. Fenech sagte zudem aus, dass ein Vertrauter Muscats hinter der Verschwörung gestanden habe. (sda/dpa)

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