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16.07.2018 21:32

Puigdemont kämpft weiter für Unabhängigkeit

  • Carles Puigdemont (rechts), der frühere katalanische Regionalpräsident, und sein Nachfolger Quim Torra wollen Katalonien weiterhin auf einen von Spanien unabhängigen Weg führen. Die beiden haben am Montag eine neue separatistische Bewegung gegründet. (Archivbild)
    Carles Puigdemont (rechts), der frühere katalanische Regionalpräsident, und sein Nachfolger Quim Torra wollen Katalonien weiterhin auf einen von Spanien unabhängigen Weg führen. Die beiden haben am Montag eine neue separatistische Bewegung gegründet. (Archivbild) | KEYSTONE/EPA/MARKUS HEINE
SPANIEN ⋅ Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont und sein Nachfolger Quim Torra haben am Montag eine neue separatistische Bewegung aus der Taufe gehoben. Diese soll dazu dienen, auf die Gründung einer eigenständigen katalanischen Republik hinzuarbeiten.

Wie spanische Medien am Abend berichteten heisst die Organisation "Crida Nacional per la República" (Nationaler Ruf nach der Republik). An einem Festakt in Barcelona, bei dem ein entsprechendes Manifest verlesen wurde, nahm der 55 Jahre alte Puigdemont per Videoschaltung teil. Er forderte alle Interessenten auf, sich der Bewegung anzuschliessen.

"Das Volk hat dem Mandat (des Referendums) immer die Treue gehalten und trotz aller Schwierigkeiten nicht nachgegeben", sagte Puigdemont. "Wir müssen weiterkämpfen, uns der ungerechtfertigten Repression stellen und uns weiter in Richtung einer katalanischen Republik bewegen."

Puigdemont hält sich derzeit in Deutschland auf. Er war im Herbst im Zuge eines verbotenen Unabhängigkeitsreferendums ins Ausland geflohen. Danach war er von der spanischen Zentralregierung in Madrid abgesetzt worden und mit mehreren Mitstreitern ins Exil geflüchtet. Weitere katalanische Spitzenpolitiker sitzen seit dem Herbst in Untersuchungs-Haft. Dennoch hatten die Separatisten bei einer Neuwahl im Dezember erneut die Mehrheit errungen.

Damals war Puigdemont noch mit dem Wahlbündnis Junts per Catalunya angetreten - dieses könnte den Medienberichten zufolge nun in der neuen politischen Bewegung aufgehen. (sda/dpa)

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