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14.02.2020 10:36

Rückzug von Macrons Kandidat bei Paris-Wahl

  • Der Kandidat des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für das Pariser Rathaus, Benjamin Griveaux, hat rund einen Monat vor den Wahlen seinen Rückzug erklärt. (Archiv)
    Der Kandidat des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für das Pariser Rathaus, Benjamin Griveaux, hat rund einen Monat vor den Wahlen seinen Rückzug erklärt. (Archiv) | KEYSTONE/EPA POOL/ETIENNE LAURENT / POOL
FRANKREICH ⋅ Der Kandidat des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für das Pariser Rathaus hat rund einen Monat vor den Wahlen seinen Rückzug erklärt.

"Seit mehr als einem Jahr sind meine Familie und ich verleumderischen Aussagen, Lügen, Gerüchten, anonymen Angriffen (...) und Morddrohungen ausgesetzt", sagte Benjamin Griveaux am Freitag dem Sender BFMTV. Der 42-Jährige wolle dies seiner Familie nicht länger zumuten.

Dass Fass zum Überlaufen habe die Veröffentlichung eines Videos sexueller Natur gebracht, das Griveaux zugeschrieben wurde. "Eine Website und soziale Netzwerke haben abscheuliche Angriffe auf meine Privatsphäre verbreitet", sagte Griveaux.

Griveaux gilt als Vertrauter von Staatschef Macron. Er war im vergangenen Jahr als Regierungssprecher zurückgetreten, um das Pariser Rathaus zu erobern.

Die Präsidentenpartei La République en Marche (LREM) ist bei den Wahlen in Paris allerdings gespalten: Auch der Mathematiker Cédric Villani aus Macrons Lager kandidiert - gegen den Willen des Präsidenten.

Das schmälerte die Chancen des offiziellen Kandidaten Griveaux massiv. In Umfragen lag Griveaux zuletzt an dritter Stelle - hinter der sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der konservativen Ex-Ministerin Rachida Dati.

Die erste Runde der Kommunalwahlen findet am 15. März statt. Die Hauptstadt hat wegen ihrer politischen und wirtschaftlichen Bedeutung einen kaum zu überschätzenden Symbolcharakter. Im Rathaus mit Seine-Blick hat derzeit die Sozialistin Hidalgo das Sagen. Die nächste Riesenherausforderung für die Millionenmetropole sind die Olympischen Spiele im Jahr 2024. (sda/dpa)

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