International
Lade Login-Box.
16.09.2020 07:51

Trump bestätigt: Wollte Assad "ausschalten"

  • US-Präsident Donald Trump. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump. Foto: Alex Brandon/AP/dpa | Keystone/AP/Alex Brandon
SYRIEN ⋅ US-Präsident Donald Trump hat erstmals bestätigt, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad schon 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) dem Sender Fox News. "Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet. Ich hatte ihn schon so weit", sagte Trump. "Aber Mattis wollte es nicht tun." Im gleichen Atemzug bewertete er Mattis in der Sendung "Fox & Friends" als "höchst überbewerteten General".

Trump wurde angesprochen auf eine Passage in dem Buch "Fear" (Angst) des Autors Bob Woodward. Darin heisst es: "Lasst uns ihn, verdammt nochmal, töten. Lasst uns hineingehen. Lasst uns, verdammt nochmal, eine Menge von ihnen töten."

Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen zu Attentatsplänen gegen Assad aus dem Jahr 2019. Damals hatte Trump einer Passage aus einem Buch eines Reporters der "Washington Post" über mögliche Anschlagspläne gegen den syrischen Machthaber energisch widersprochen. Ein Anschlag sei "nicht einmal besprochen worden", sagte der US-Präsident damals.

Er bedaure nicht, dass es nicht zu einem Angriff auf Assad gekommen sei, sagte Trump weiter in seinem Gespräch mit Fox. Er hätte aber "damit leben können", fügte er hinzu. "Ich habe ihn sicherlich nicht als guten Menschen betrachtet, aber ich hätte ihn ausschalten können, wenn ich gewollt hätte, aber Mattis war dagegen." Mattis sei "gegen das meiste von dem Zeug" gewesen.

Trump erinnerte daran, dass nach dem Rücktritt Mattis' 2018 zwei führende Extremisten bei US-Angriffen getötet wurden. Der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, starb 2019, in diesem Jahr wurde der iranische General Ghassem Soleimani getötet. "Ich habe Soleimani ausgeschaltet, habe al-Bagdadi ausgeschaltet", sagte Trump. "Das waren zwei der grössten Terroristen." (sda/dpa)

Meist gelesene Artikel

OBERÄGERI

Rettung eines Marienkäfers verursacht Unfall

ZUG

Steckt Schwyz den Nachbarkanton an?

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hält es für möglich, dass noch im laufenden Jahr mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden kann. (Archivbild)
CORONAVIRUS

Spahn: Impfstart noch vor Ende 2020

Dubai hat nun auch die höchste Fontäne der Welt.
VEREINIGTE EMIRATE

Grösste Fontäne der Welt neu in Dubai

WEGGIS

34 Coronafälle im Kurhaus Seeblick

James Redford (r), der Sohn von Hollywoodstar Robert Redford (l), stellt auf dem Festival des Amerikanischen Filminstituts (AFI) seinen Debütfilm "Spin" vor. James Redford ist im Alter von 58 Jahren an einer Leberkrebserkrankung gestorben. Foto: Wallace/IPOL/dpa
USA

Robert Redford trauert um seinen Sohn James

Der Tote wurde an der Interlakner Centralstrasse im Ortszentrum aufgefunden.
TODESFALL

Erneuter Leichenfund in Interlaken

Ein Schlauchboot in Form des fiktiven Nachrichtenreporters Borat schwimmt auf der Themse. 14 Jahre nach der Kult-Satire «Borat» (2006) kehrt der britische Komiker Sacha Baron Cohen in der Rolle als dummdreister kasachischer TV-Reporter Ende Oktober 2020 zurück. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa
GROSSBRITANNIEN

Riesiger "Borat" schippert in London halbnackt auf der Themse

Der Schreitbagger kam offenbar bei einem Wendemanöver von der Naturstrasse ab, kippte einen Abhang hinunter und und kam an einem Baum zum Stillstand.
UNFALL

Tödlicher Baggerunfall im Wallis

Die Mulde wurde in Altdorf durch eine Böe geöffnet.
ALTDORF

Dieses Malheur richtete der Föhn an

Zur klassischen Ansicht wechseln