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14.12.2019 04:09

Weitere Vermisstensuche bei Vulkaninsel

  • In Neuseeland wird die Suche nach dem Vulkanausbruch auf der Insel White Island die Such nach Vermissten intensiv fortgeführt.
    In Neuseeland wird die Suche nach dem Vulkanausbruch auf der Insel White Island die Such nach Vermissten intensiv fortgeführt. | KEYSTONE/AP New Zealand Defence Force
VULKANE ⋅ Taucher von Polizei und Marine Neuseelands haben am Samstag die Suche nach zwei Vermissten in den Gewässern rund um die Vulkaninsel White Island fortgesetzt. Zuvor waren am Freitag sechs weitere Leichen unter schwierigsten Bedingungen von der Insel geborgen worden.

Die Polizei setze zudem derzeit alle Hebel in Bewegung, um nach den beiden Vermissten auch an Land weiter zu suchen, hiess es. Dazu würden alle Informationen ausgewertet, die zur Verfügung stünden.

Regierungschefin Jacinda Ardern kündigte für Montag eine Gedenkminute für die Opfer an. "Wo auch immer man in Neuseeland oder an anderer Stelle der Welt ist, ist dies ein Moment, in dem wir an der Seite derer stehen, die ihre Liebsten in dieser aussergewöhnlichen Tragödie verloren haben", heisst es in einer am Samstag verbreiteten Erklärung.

Viele Todesopfer

Neuseelands aktivster Vulkan war am Montag ausgebrochen. Insgesamt 16 Menschen, Touristen und Führer, die sich auf einer Sightseeingtour bei White Island befanden, starben in Folge des Ausbruchs, Dutzende weitere Personen wurden verletzt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden immer noch 17 Verletzte in vier Spitälern in Neuseeland behandelt. 13 weitere australische Patienten wurden in Kliniken in Sydney und Melbourne gebracht. Einige befänden sich im kritischen Zustand.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan gilt als gefährlichster des Landes. Er war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war allerdings der erste tödliche Ausbruch seit 1914 - damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben. (sda/dpa)

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