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30.07.2020 12:00

"Fast Track": Förderbeiträge für drei Filme

  • Der deutsche Regisseur Jan-Ole Gerster hat die Siegerprojekte für den "Fast Track"-Filmwettbewerb ausgewählt. In der Schweiz bekannt wurde er mit seinen Filmen "Oh Boy" und "Lara", der im Rahmen des letztjährigen Zurich Film Festival uraufgeführt wurde. (Archivbild)
    Der deutsche Regisseur Jan-Ole Gerster hat die Siegerprojekte für den "Fast Track"-Filmwettbewerb ausgewählt. In der Schweiz bekannt wurde er mit seinen Filmen "Oh Boy" und "Lara", der im Rahmen des letztjährigen Zurich Film Festival uraufgeführt wurde. (Archivbild) | Keystone/EPA/PACO CAMPOS
AUSZEICHNUNG ⋅ Eine tragische Liebesgeschichte, ein Film über ungewöhnliche Begegnungen und ein Roadmovie - drei Filme, die die Zürcher Filmstiftung im Rahmen des Wettbewerbs "Fast Track" mit Förderbeiträgen unterstützt.

Insgesamt 24 Filmideen wurden für den diesjährigen "Fast Track"-Wettbewerb eingereicht. "Alma", "Doppelgänger" und "Hallo Vater,..." wurden nun als Siegerprojekte gekürt, wie die Zürcher Filmstiftung am Donnerstag mitteilte.

Die Auszeichnung bedeutet, dass die Zürcher Filmstiftung 80 Prozent der Produktionskosten eines jeden Projekts finanziert, sobald die restlichen 20 Prozent des Budgets gesichert sind. "Alma" wird demnach ein Förderbeitrag von 310'103 Franken zugesichert (bei einem Gesamtbudget von 387'929 Franken), für "Doppelgänger" sind 276'000 Franken vorgesehen (Gesamtbudget: 345'000 Franken) und für "Hallo Vater,..." 320'000 Franken (Gesamtbudget: 400'000 Franken).

Mit diesen Auszeichnungen fördert die Zürcher Filmstiftung dieses Jahr zum dritten Mal audiovisuelle Werke, die technisch innovativ sind oder einen besonderen künstlerischen Anspruch haben.

Juror Jan-Ole Gerster

Juror für die diesjährige Auswahl war der deutsche Regisseur Jan-Ole Gerster. Bekannt wurde er mit seinem Film "Oh Boy" mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Sein neuester Film "Lara" wurde im Rahmen des letztjährigen Zurich Film Festival uraufgeführt.

Hinter "Alma" stehen Rafael Palacio Illingworth und Eleonore Meier. Ihr Film ist die tragische Liebesgeschichte zwischen einem Mann und dem Geist seiner verstorbenen Frau. Der Film wird in eine Reihe aufeinanderfolgender Mini-Produktionen aufgeteilt, die die Geschichte nach und nach aufbauen, korrigieren und verbessern. Das Team habe "sich für eine poetische, assoziative Herangehensweise an das Thema entschieden", das Vorhaben biete die Chance auf etwas Besonderes, begründet Gester seinen Entscheid für dieses Projekt.

In "Doppelgänger" von Silvan Hillmann, Andreas Müller, Emanuel Signer und Lisa Gerig geht es um Menschen, die aufgrund ihrer vermeintlichen Ähnlichkeit zum Schauspieler Heath Ledger zusammenfinden. Der Film stellt Fragen nach Identität, Gemeinschaftsbildung, Ähnlichkeit und Differenz. Das Team nähere sich diesen Themen "mit einer Arbeitsweise, die zwischen Fiktion und Dokumentation oszilliert", hebt der Juror hervor.

Von Anja Reiss und Jann Anderegg ist das dritte ausgezeichnete Projekt "Hallo Vater, ...". Vor dem Hintergrund des heutigen Ruanda folgt der Roadmovie den Spuren eines verurteilten Kriegsverbrechers mit Verbindungen in die Schweiz. Dabei werden die universellen Fragen nach Schuld und Verantwortung den Zuschauerinnen und Zuschauern überlassen. Gerster hebt in seiner Begründung die Gattung des Film als "interaktive Web-Dokumentation" hervor, die eine individuelle Auseinandersetzung mit der Frage nach gesellschaftlicher Manipulation ermögliche. (sda)

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