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29.07.2020 14:39

"First Cow": Eröffnungsfilm für Locarno 2020

  • Geregnet hat es im letzten Jahr zur Eröffnung des Filmfestivals Locarno, in diesem Jahr setzt das Coronavirus dem Festival zu: Locarno 2020 wird zu einem guten Teil im Netz stattfinden. (Archivbild)
    Geregnet hat es im letzten Jahr zur Eröffnung des Filmfestivals Locarno, in diesem Jahr setzt das Coronavirus dem Festival zu: Locarno 2020 wird zu einem guten Teil im Netz stattfinden. (Archivbild) | Keystone/URS FLUEELER
FILMFESTIVAL LOCARNO ⋅ "First Cow" heisst der neueste Film der US-amerikanischen Regisseurin und Drehbuchautorin Kelly Reichhardt. Mit diesem Film wird durchaus symbolträchtig am 5. August "Locarno 2020 - For the Future of Films" eröffnet.

"First Cow" stehe für einen der letzten Momente, "in denen man an Grossanlässen noch die kollektive Erfahrung des gemeinsamen Kinobesuchs machen konnte", schreiben die Verantwortlichen des Locarno Filmfestivals in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Film war an der Berlinale präsentiert worden. Wenige Tage danach kam für Europa der Lockdown.

Der Film eröffne hingegen grosse Räume: die physischen Weiten des Westens als auch die geistigen Weiten einer unerwarteten Freundschaft, preist das Locarno Filmfestival. Der Film soll im Kino GranRex in Locarno gezeigt und die Regisseurin online zugeschaltet werden.

Die Jurys

Kelly Reichhardt steht indes nicht nur hinter dem Eröffnungsfilm, sondern gehört auch der dreiköpfigen Jury an, die die zehn internationalen Filme von "The Films After Tomorrow" beurteilen - und damit über den Goldenen Leoparden 2020, den Preis Camapri und den Preis Swatch befinden wird. "The Films After Tomorrow" ist ein Projekt des Locarno Filmfestivals, mit dem Produktionen von Kinofilmen unterstützt werden sollen, die aufgrund der Coronakrise Gefahr laufen, nicht abgeschlossen zu werden.

Neben Reichhardt sitzen in der Jury für internationale Projekte der israelische Drehbuchautor und Filmemacher Nadav Lapid und Lemohang Jeremiah Mosese, Drehbuchautor, Regisseur und Kameramann aus Lesotho, wie das Locarno Filmfestival weiter bekannt gab.

Die Jury für das beste Schweizer Projekt besteht aus der italienisch-schweizerischen Regisseurin und Autorin Alina Marazzi, dem argentinischen Regisseur und Performer Matías Piñeiro sowie dem Regisseur und Produzenten Mohsen Makhmalbaf aus dem Iran.

Im Zeichen der Pandemie

Im Übrigen steht nicht nur die Eröffnung, sondern auch der Abschluss des Festivals am 15. August im Zeichen der Pandemie: mit Filmen, die Themen aufgreifen, wie die veränderte Beziehung des Menschen zur Technologie, das Homeworking oder die Erfahrungen mit dem Lockdown, schreibt das Filmfestival Locarno.

Die diesjährige Ausgabe des Filmfestivals Locarno setzt auf einen Mix aus Online-Veranstaltungen und Filmvorführungen in drei Kinos von Locarno und Muralto, dies während der elf Tage vom 5. bis 15. August.

www.locarnofestival.ch (sda)

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