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30.12.2021 13:54

Italien: Kunstschätze aus USA zurückgeholt

  • Die italienische Polizei hat rund 200 Kunstschätze im Wert von schätzungsweise 10 Millionen Euro in den Vereinigten Staaten sichergestellt und 160 davon zurück nach Italien gebracht. Foto: Oliver Weiken/dpa
    Die italienische Polizei hat rund 200 Kunstschätze im Wert von schätzungsweise 10 Millionen Euro in den Vereinigten Staaten sichergestellt und 160 davon zurück nach Italien gebracht. Foto: Oliver Weiken/dpa | Keystone/dpa/Oliver Weiken
ITALIEN ⋅ Die italienische Polizei hat rund 200 Kunstschätze im Wert von geschätzt zehn Millionen Euro in den Vereinigten Staaten ausfindig gemacht. Es handle sich um antike Skulpturen, Amphoren, Vasen und Terrakotta-Büsten, erklärten die Carabinieri am Donnerstag in Rom.

"Die Ermittler haben die Kette von illegalen Ausgrabungen über Kunsthändler bis zu den US-Museen, Auktionshäusern, Kunstgalerien und privaten Sammlungen rekonstruiert", sagte der Kommandant der Carabinieri-Einheit für den Kulturschutz, Roberto Riccardi.

Die Gegenstände stammen den Ermittlern zufolge unter anderem aus der Römer- und Etruskerzeit. 160 davon seien zurück nach Italien gebracht worden, der Rest bleibe zunächst im italienischen Generalkonsulat in New York. Italiens Kulturminister Dario Franceschini sprach von einer "aussergewöhnlichen Rückholung". Die Gegenstände kehrten wieder an ihren Herkunftsort zurück. Die Carabinieri hatten mit den Behörden in den USA zusammengearbeitet. Unter dem Vorsitz Italiens hatten sich die Staaten der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen (G20) Ende Juli darauf verständigt, illegalen Kunsthandel stärker zu verfolgen.

In diesem Jahr beschlagnahmten die Carabinieri nach eigenen Angaben bislang fast 1700 gefälschte Kunstwerke und stellten mehr als 23 600 archäologische Gegenstände sicher. Der Gesamtwert wird auf mehr als 427 Millionen Euro geschätzt. Fast 1190 Personen wurden während der Ermittlungen angezeigt. Hinter den illegalen Ausgrabungen stecken nach Aussage Riccardis spezialisierte Organisationen. Das seien Experten, die sich bestens mit den antiken Zivilisationen auskennen und deshalb wüssten, dass auch heute in den Gräbern noch Schätze zu finden seien. Sie kämen in der Regeln nachts. (sda/dpa)

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