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19.12.2021 11:35

Stararchitekt Richard Rogers gestorben

  • ARCHIV - Das Centre Pompidou von Stararchitekt Richard Rogers. Er wurde international durch Bauwerke wie das Centre Pompidou in Paris oder den Millennium Dome in London bekannt: Nun ist der britische Architekt Richard Rogers im Alter von 88 Jahren gestorben. Foto: Horacio Villalobos/EPA/dpa
    ARCHIV - Das Centre Pompidou von Stararchitekt Richard Rogers. Er wurde international durch Bauwerke wie das Centre Pompidou in Paris oder den Millennium Dome in London bekannt: Nun ist der britische Architekt Richard Rogers im Alter von 88 Jahren gestorben. Foto: Horacio Villalobos/EPA/dpa | Keystone/EPA/Horacio Villalobos
GROSSBRITANNIEN ⋅ Der High-Tech-Architekt Richard Rogers ist tot. Das berichteten verschiedene Medien unter Berufung auf die Familie und seinen Sprecher. Demnach starb der Brite am Samstagabend im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in London. Rogers hinterlässt seine Frau und vier Söhne. Er galt als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Architekten weltweit.

Richard Rogers' bekanntestes Bauwerk ist der radikale Kulturpalast Centre Pompidou in Paris, den er zusammen mit dem Italiener Renzo Piano entwarf. Der Innenraum lässt sich maximal nutzen, da die Architekten das gesamte Versorgungssystem in künstlerische Elemente verwandelten.

Geboren wurde Rogers am 23. Juli 1933 in eine grossbürgerliche Familie in Florenz, die kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach London zog. Rogers studierte erst in London, dann mit Norman Foster in Yale. Die beiden gründeten 1963 mit den beiden Architektinnen Su Brumwell und Wendy Cheesman das sogenannte Team 4, woraus sich die britische High-Tech-Bewegung entwickelte.

Rogers begriff sich als moderner Funktionalist. In England herrschte damals extreme Wohnungsnot, die nur mit billigen, vorgefertigten Häusern gelindert werden konnte. Doch Rogers entwickelte seinen farbenfrohen, wiedererkennbaren, aber auch anpassungsfähigen Stil, bei dem er sowohl die Gebäudestruktur als auch die Infrastruktur als Designelemente einsetzte.

Nach seinem weltweiten Durchbruch in den siebziger Jahren mit dem Centre Pompidou entwarf er das Hauptquartier für den Versicherungsmarkt Lloyd's of London; es folgten der Millennium Dome, der Terminal 5 des Flughafens Heathrow sowie das Leadenhall Building im Londoner Finanzbezirk mit dem Spitznamen "Cheesegrater" (Käsereibe).

Den Bau des Three World Trade Centers in Manhattan schloss er kurz vor seinem 85. Geburtstag ab. Auch dieser Wolkenkratzer wird – typisch für Rogers – von einem äusseren Verstrebungssystem aus reflektierendem Glas und Edelstahl zusammengehalten. Das American Institute for Architects verlieh ihm 2019 dafür und für sein Lebenswerk den höchsten Architekturpreis der Vereinigten Staaten, die AIA-Goldmedaille. (sda/dpa)

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