Panorama
Lade Login-Box.
23.10.2019 11:19

39 Tote in LKW-Container entdeckt

  • Die britische Polizei hat 39 Leichen in einem Lastwagen in einem Industriegebiet östlich von London entdeckt. Die Leichen wurden im Container-Auflieger gefunden.
    Die britische Polizei hat 39 Leichen in einem Lastwagen in einem Industriegebiet östlich von London entdeckt. Die Leichen wurden im Container-Auflieger gefunden. | Keystone/AP/UK Pool
GROSSBRITANNIEN ⋅ Grausamer Fund in Grossbritannien: 39 Leichen sind in einem Container eines Lastwagens östlich von London entdeckt worden. Bei den Toten handelt es sich der Polizei zufolge um 38 Erwachsene und einen Teenager.

Die Leichen lagen in einem grossen, weissen Container in einem Industriegebiet in Grays nahe der Themse. Die Polizei nahm einen 25 Jahre alten Mann aus Nordirland fest.

"Wir glauben, dass der Lastwagen aus Bulgarien kommt", teilte ein Polizist mit. Das Fahrzeug hatte bereits am vergangenen Samstag die Grenze nach Grossbritannien passiert - und zwar mit einer Fähre in Holyhead im Landesteil Wales. Frachtexperten bezeichneten das als ungewöhnliche Route, falls das Fahrzeug tatsächlich aus Bulgarien stammen sollte.

Die Leichen werden derzeit obduziert. "Ich vermute, das könnte ein langwieriger Prozess werden", sagte der Polizist weiter. Ob es sich um ins Land geschleuste Flüchtlinge handelt, blieb auch nach einer öffentlichen Stellungnahme der Polizei gegen Mittag weiter offen. Doch deuten viele Umstände darauf hin.

Schock und Entsetzen

Der Fund erinnert an Fälle von Schlepperkriminalität mit dem Ziel Europa: Im Februar 2017 waren 69 Flüchtlinge in Libyen vier Tage lang in einem Container eingepfercht. 13 von ihnen kamen ums Leben, unter ihnen ein 13 Jahre altes Mädchen und ein 14-jähriger Junge.

Für internationales Aufsehen sorgte eine Entdeckung im August 2015 in Österreich. 71 tote Flüchtlinge, darunter vier Kinder, wurden in einem Kühllaster aus Ungarn 50 Kilometer südlich von Wien gefunden.

Rettungskräfte hatten die Polizei gegen 2.40 Uhr (MESZ) in der Nacht zum Mittwoch informiert. Sie konnten aber niemandem mehr im Container helfen. Die Polizei sprach von einer "Tragödie". Wer die Rettungskräfte alarmiert hatte, war zunächst nicht bekannt. Der Fundort des Containers wurde weiträumig abgeriegelt.

Premier Boris Johnson schrieb auf Twitter, er sei "entsetzt". Innenministerin Priti Patel teilte mit: "Ich bin geschockt und traurig über diesen äusserst tragischen Vorfall in Grays." (sda/reu/dpa)

Meist gelesene Artikel

Trotz der rasanten Zunahme an Neuinfektionen in den USA hält Präsident Donald Trump nichts von einer landesweiten Maskenpflicht. Das Virus werde verschwinden, sagte er im US-Fernsehen. (Foto: Sue Ogrocki,/AP/KEYSTONE/SDA)
CORONA-USA

Trump: Virus wird verschwinden

VITZNAU

Vitznauerhof zum preiswertesten Hotel der Schweiz gekürt

MALTERS

15-Jähriger rettet 13-Jährigen auf Schulausflug aus Kleiner Emme

«TRIO MORGARTEN»

Drei besondere Freunde helfen auf Bauernhof

In Serbien ist Tennis-Star Novak Djokovic ein Held. Bei einer von ihm organisierten Tennistour in Serbien und Kroatien mangelte es jedoch an Sicherheitsvorkehrungen gegen die Verbreitung des Coronavirus. (Foto: Darko Vojinovic / AP/KEYSTONE SDA)
CORONA-SERBIEN

Tennis-Star spendet Geld für serbische Stadt

LUZERN

Zwischen Gräsern und Maispflanzen: So sehen die Abschlussprüfungen der angehenden Landwirte aus

Andres Escobar schaut dem Ball hinterher: Soeben ist ihm das folgenschwere Eigentor gegen die USA unterlaufen
HEUTE VOR 26 JAHREN

Das fatalste Eigentor der Geschichte

LUZERN

40 Notrufe wegen heftigem Gewitter über dem Kanton Luzern

Soldaten der mexikanischen Nationalgarde sperren einen Tatort in Irapuato ab. (Foto:STR /EPA/ KEYSTONE/SDA)
MEXIKO

24 Tote bei Massaker in Mexiko

Raiffeisen Schweiz-Mitarbeitende sollen künftig statt individueller Bonuszahlungen eine kollektive Erfolgsbeteiligun erhalten. (Archivbild)
BANKEN

Raiffeisen Schweiz schafft Bonuszahlungen ab

Zur klassischen Ansicht wechseln