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01.01.2022 16:25

Brennende Autos in Frankreich zu Silvester

  • Der Eiffelturm leuchtet in der Silvesternacht blau anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft. Frankreich hat mit dem Jahreswechsel in der Europäischen Union den Vorsitz des Ministerrats übernommen. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa
    Der Eiffelturm leuchtet in der Silvesternacht blau anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft. Frankreich hat mit dem Jahreswechsel in der Europäischen Union den Vorsitz des Ministerrats übernommen. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa | Keystone/AFP/Alain Jocard
FRANKREICH ⋅ Randalierer haben in der Silvesternacht in Frankreich Hunderte Autos in Brand gesetzt.

Im Vergleich zu früheren Jahren sei die Gewalt rund um den Jahreswechsel aber zurückgegangen - auch gegenüber Sicherheitskräften, erklärte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Samstag. 874 Autos seien ausgebrannt, hiess es - knapp 450 weniger als noch zum Jahreswechsel 2019/2020. 441 Personen wurden vorläufig festgenommen.

In Strassburg, wo es an Silvester vor zwei Jahren zu besonders heftigen Ausschreitungen gekommen war, brannten ebenfalls erneut Autos. Mindestens zwei Polizisten wurden leicht verletzt, als Angreifer mit Feuerwerkskörpern auf sie schossen.

Laut einer Untersuchung des französischen Meinungsforschungsinstituts IFOP gehören brennende Fahrzeuge in Frankreich seit Beginn der 1990er Jahre zu Silvester dazu. Vor allem in ärmeren Stadtvierteln zündeten Menschen demnach Autos an, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Mal gehe es um persönliche Abrechnungen, mal darum, Unmut mit der politischen Führung auszudrücken, mal um Versicherungsbetrug. So habe es etwa zum Jahreswechsel 2007/2008 nach der Amtsübernahme von Präsident Nicolas Sarkozy besonders viele Fahrzeugbrände gegeben. Sarkozy hatte 2005 gesagt, er wolle die ärmeren Viertel "mit dem Kärcher" reinigen. Aber auch auf dem Höhepunkt der "Gelbwesten"-Bewegung während der Amtszeit von Präsident Emmanuel Macron sei die Zahl der ausgebrannten Autos aussergewöhnlich hoch gewesen.

Laut Innenministerium wachten an diesem Jahreswechsel mehr als 95 000 Polizisten und Gendarmen über die Einhaltung der Corona-Regeln, die wegen der rapide steigenden Infektionszahlen und der Ausbreitung der Omikron-Variante des Virus verhängt worden waren. So galt in Paris und in weiten Teilen des Landes ein Alkoholverbot auf den Strassen. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern war fast landesweit vor Silvester verboten. In der Hauptstadt und vielen Départements mussten Bars und Restaurants am 1. Januar um 2.00 Uhr schliessen. In vielen Städten Frankreichs, darunter Paris, müssen die Menschen zudem draussen wieder durchgehend Maske tragen. (sda/dpa)

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