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24.05.2019 09:08

Schüler in Chur tödlich verunglückt

  • In dieser Kurve stürzte der Schüler aus noch ungeklärten Gründen rechts über steiles und felsiges Gelände.
    In dieser Kurve stürzte der Schüler aus noch ungeklärten Gründen rechts über steiles und felsiges Gelände. | Kapo GR
UNFALL ⋅ Ein 14-jähriger Schüler ist am Donnerstag auf der traditionellen Maiensässfahrt der Stadtschule Chur tödlich verunglückt. Er stürzte oberhalb der Stadt auf dem Weg talwärts 200 Meter über steiles und felsiges Gelände.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag kurz vor 17 Uhr. Wie die Kantonspolizei Graubünden am Freitag mitteilte, war der Schüler mit seiner Klasse unterwegs vom Churer Hausberg Pizokel nach Chur. In einer Kurve stürzte er von der Alpstrasse in der Oberen Val Parghera aus noch ungeklärten Gründen ab. Der Regaarzt konnte nur noch den Tod des Jungen feststellen.

Angehörige, Klassenkameradinnen und -kameraden sowie Lehrpersonen wurden nach dem Unfall psychologisch betreut. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei untersuchen, wie es zum Unglück kam.

An der traditionellen Churer Maiensässfahrt nahmen 2800 Kinder der Stadtschule und der Kindergärten teil. Sie verbrachten fast zwölf Stunden in der Natur. Der Tag endet jeweils mit einem kostümierten Umzug in Chur. Die Maiensässfahrt hat eine lange Tradition. Sie wird seit 165 Jahren durchgeführt.

Erster tödlicher Unfall

"Die Betroffenheit ist nicht in Worte zu fassen", erklärte am Freitag ein sichtlich aufgewühlter Stadtrat Patrik Degiacomi, der zusammen mit Stadtpräsident Urs Marti und Stadtrat Tom Leibundgut den Medien Red und Antwort stand. Es habe sich seines Wissens um den ersten tödlichen Unfall eines Schülers auf einer Maiensässfahrt gehandelt, sagte Degiacomi.

Die Eltern des Schülers konnten erst knapp vier Stunden später, um 20.45 Uhr, über den Unfall informiert werden. Die Stadtregierung und die Schulbehörden entschieden sich trotz des Todesfalls, den Umzug zum Abschluss des Tages in den Churer Strassen in gewohntem Rahmen durchzuführen.

Mit dieser Durchführung wollten die Behörden einer allgemeinen Verunsicherung und einem drohenden Durcheinander unter Eltern und Schülern, zusammen rund 5000 Personen, entgegenwirken. Die Stadtregierung liess verlauten, der Sicherheit dadurch in hohem Masse Rechnung getragen zu haben für all jene, die sich in der Stadt befanden. (sda)

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