Schweiz
Lade Login-Box.
14.02.2020 00:01

Am Valentinstag auch an Turteltauben denken

  • Der Valentinstag ist der Tag der Turteltauben. Doch den Tieren geht es schlecht, der Bestand ist bedroht.
    Der Valentinstag ist der Tag der Turteltauben. Doch den Tieren geht es schlecht, der Bestand ist bedroht. | Keystone/440.641.160/Wild Wonders of Europe / Varesvu
VOGELSCHUTZ ⋅ Der Valentinstag ist nicht nur der Tag aller Pärchen, sondern auch der Turteltauben. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife erinnert daran, dass es den echten Turteltauben schlecht geht und ihre Bestände in Europa seit 1980 um rund 80 Prozent eingebrochen sind.

"Rettet die Turteltauben", schreibt BirdLife in einer Mitteilung. Die Situation sei besorgniserregend. Gründe für den starken Rückgang seien der Verlust der Lebensräume, Wilderei und legale, aber nicht mehr nachhaltige Jagd. Der wichtigste Grund, also der Verlust an geeigneten Lebensräumen im Brutgebiet hängt zusammen mit der fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft.

Turteltauben ernähren sich von Sämereien. Früher waren auf ungeteerten Wegen im Kulturland zahlreiche Pflanzenarten zu finden. Auf den Äckern wuchs die sogenannte Ackerbegleitflora, eine reichhaltige Gruppe von wertvollen Pflanzen, die heute fast vollständig verschwunden ist. Herbizide und die häufige Bearbeitung des Bodens mit Landmaschinen machen diesen Pflanzen das Überleben beinahe unmöglich, wie es in der Mitteilung heisst.

BirdLife fordert ein Umdenken und eine Landwirtschaftspolitik, die Landwirtinnen und Landwirte für Leistungen zugunsten der Biodiversität und der Umwelt besser entschädigt. Die Turteltaube braucht blüten- und samenreiche Flächen mit lückiger Vegetation, vor allem unterhalb von 500 m ü.M.

Gemeinsam mit engagierten Landwirten hat BirdLife Schweiz erste Versuche gestartet, um geeignete Flächen für die Nahrungssuche von Turteltauben neu anzulegen. (sda)

Meist gelesene Artikel

Winzerin Ruth Kempf aus Silenen UR präsentiert den Siegerwein in der Sparte Blauburgunder sortenrein des Zentralschweizer Weinpreises 2020.
SILENEN

Urner Wein zum besten Blauburgunder der Zentralschweiz gekürt

ARCHIV - Ein Ortsschild mit durchgezogener roter Linie steht am Ende der Ortschaft Ischgl. Der Verbraucherschutzverein stellt am 23.09.2020 erste Musterklagen gegen die Republik und das Land Tirol vor, die am selben Tag beim Landgericht für Zivilrechtssachen Wien als Vorbereitung einer etwaigen Sammelklage eingebracht werden sollen. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa
DEUTSCHLAND

Corona-Hotspot Ischgl: Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

Michael Albasini wird ab dem nächsten Jahr Trainer des Strassennationalteams
SWISS CYCLING

Der Sohn folgt auf den Vater

LUZERN

Absage der Abstimmung ist für den Ebikoner Gemeinderat das nächste Desaster

ARCHIV - Der Schauspieler Michael Gwisdek bei Dreharbeiten. Der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek ist tot. Er starb im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie seine Familie am Mittwoch nach Angaben der Agentur Just Publicity mitteilte. Foto: picture alliance / Jörg Carstensen/dpa
BERLIN

Schauspieler Michael Gwisdek mit 78 Jahren gestorben

SIHLBRUGG

Zeugenaufruf nach Autounfall

Forschenden haben einen neuen Kälterekord auf Grönland für die nördliche Hemisphäre ausfindig gemacht - dieser liegt allerdings schon 30 Jahre zurück.
WETTER

Minus 69,6 Grad: Kälterekord auf Grönland

Nach einem Blitzeinschlag auf einem Fussballplatz in Abtwil SG mussten 14-Juniorenspieler ins Spital eingeliefert werden. (Archivbild)
BLITZSCHLAG

Blitz trifft Fussballplatz in Abtwil SG

Die Vereinigte Bundesversammlung wählte am Mittwoch die Bundesrichter für die Amtsperiode 2021-2026. Die Wahl gab im Vorfeld zu reden. Die Resultate fielen aber wenig überraschend aus. (Archivbild)
BUNDESRICHTERWAHL

Alle bisherigen Bundesrichter wiedergewählt

LUZERN

Kanton lockert Gästebeschränkung für FCL und KKL: Halbvolles Stadion, voller Konzertsaal

Zur klassischen Ansicht wechseln