Schweiz
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13.01.2022 13:23

Bundespräsident Cassis auf Antrittsbesuch in Österreich

  • Bundespräsident Ignazio Cassis (rechts) reiste für seinen Erstbesuch traditionell nach Österreich und wurde dort von Bundespräsident Alexander van der Bellen empfangen. (Keystone)
SCHWEIZ [NEWS SERVICE] ⋅ Ignazio Cassis reiste für seinen Erstbesuch als Bundespräsident traditionell nach Österreich. Themen waren die Verbundenheit der Länder, die Beziehung zur EU und gemeinsame Herausforderungen.

Es ist Tradition: Der oder die frisch gewählte Schweizer Bundespräsidentin reist für den Erstbesuch ins Nachbarland Österreich. In diesem Jahr war die Reihe an Ignazio Cassis, der sich am Donnerstag mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen traf. «Diese Tradition betont von Anfang an die grosse und intensive Verbundenheit der zwei Länder», sagte der Österreicher im Anschluss vor den Medien. Und sie schaffe die Möglichkeit, sich über wichtige Fragen auszutauschen.

Ein Thema des «angenehmen und freundschaftlichen Gesprächs» war etwa die Beziehung zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. «Wir bedauern den Stillstand sehr», sagte van der Bellen und betonte: «Nicht nur die Schweiz braucht die Union, auch die Union braucht die Schweiz.» Es sei wesentlich, dass man zu «einem vernünftigen Abkommen» gelange.

Bundespräsident Cassis wiederum erklärte, die Schweiz bleibe eine starke, verlässliche und engagierte Partnerin der EU, die sich für ein gesundes und funktionierendes Europa einsetze. «Das ist uns wichtig», sagte der Schweizer. Der Bundesrat wolle den bilateralen Weg weiter beschreiten – auch wenn momentan noch Differenzen bestehen würden.

Unterschiede zwischen den Ländern in der Pandemie

Auch die Pandemie war beim Medientermin ein Thema. So habe etwa Österreich mit «grosser Aufmerksamkeit» registriert, dass die Schweiz ihre Grenzen für die österreichischen Pendler immer offen liess. «Die Koordination und Kooperation hat hervorragend funktioniert», sagte van der Bellen. «Auch unter schwierigen Umständen können sich gute Nachbarn aufeinander verlassen.»

Cassis erklärte derweil den im Vergleich zu Österreich weniger drastischen Weg, den die Schweiz zur Pandemiebekämpfung eingeschlagen hat. «Wir haben bewusst den Mittelweg zwischen den Extremen gewählt», sagte Cassis. «Bis jetzt sind wir damit gut gefahren.» Die Hoffnung und das Selbstvertrauen seien da, dass die Schweiz so weiter machen könne. (abi)

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