Schweiz
Lade Login-Box.
14.03.2019 15:08

Forschung mit Gentech-Weizen bewilligt

  • Mit einem Netz bedeckte Ähren in einem früheren Versuch mit Gentech-Getreide auf dem geschützten Feld in Reckenholz ZH. (Archivbild)
    Mit einem Netz bedeckte Ähren in einem früheren Versuch mit Gentech-Getreide auf dem geschützten Feld in Reckenholz ZH. (Archivbild) | KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
GENTECHNIK ⋅ Forschende der Universität Zürich dürfen vom Frühling an für ein Forschungsprojekt gentechnisch veränderten Weizen im Freien anpflanzen. Dieser Weizen hat eine höhere Resistenz gegen Mehltau.

Der Versuch dauert vom Frühjahr 2019 bis maximal 2023 und soll am Standort Reckenholz ZH der Forschungsanstalt Agroscope durchgeführt werden. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) bewilligte den Versuch, wie es am Donnerstag mitteilte. Er ist die Fortsetzung von Freisetzungsversuchen, die vor elf Jahren begonnen hatten.

Der neue Versuch soll zeigen, wie sich transgene Weizenlinien, die mit einer Gen-Veränderung resistenter gegen die Pilzkrankheit Mehltau gemacht worden sind, auf freiem Feld verhalten. Weiter wollen die Forschenden herausfinden, wie sich unterschiedliche Gen-Kombinationen auf die Mehltau-Resistenz auswirken.

Vereinfachte Bewilligung

Dass der geplante Versuch die Fortsetzung von Versuchen im Zeitraum 2008 bis 2010 sowie 2014 bis 2018 ist, erleichterte das Verfahren. Es konnte auf die frühere Dokumentation zurückgegriffen werden, und das Bafu gab das grüne Licht auf Grund eines vereinfachten Bewilligungsgesuches.

Dabei wurde auch festgelegt, dass und wie die Universität Zürich verhindern muss, dass gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsgeländes gelangt. Jedes Jahr vor der Aussaat muss die Universität dem Bafu unter anderem melden, wie gross die Versuchsflächen für den Anbau sind.

In der Schweiz müssen Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen bewilligt werden. Wegen des Gentech-Moratoriums dürfen in der landwirtschaftlichen Produktion bis Ende 2021 keine gentechnisch veränderten Organismen verwendet werden. (sda)

Meist gelesene Artikel

OBERÄGERI

Fussgänger lebensbedrohlich verletzt

LUZERN

Bereits mehr als 640'000 Franken für kranke Valeria

Glanzresultat für die Schweiz: Luca Hänni hat es am Eurovision Song Contest auf Platz 4 geschafft.
ESC 2019

Niederlande gewinnen ESC - Hänni auf Platz 4

Der zusammengebrochene Rugby-Spieler wurde per Helikopter ins Lausanner Universitätsspital geflogen. (Archivbild)
TODESFALL

Rugby-Spieler stirbt bei Spiel in der Waadt

ESAF ZUG

Drei Freunde sind verantwortlich für den Zeltplatz

Die strahlende Braut Lady Gabriella Windsor bei ihrer Ankunft zur Hochzeit in Windsor Castle.
GROSSBRITANNIEN

Royale Hochzeitsglocken läuten in Windsor

LUZERNER KRIMINALGERICHT

Ungeeignete Dolmetscherin sorgt bei Mordprozess für Unmut

Rund um die Berner Reithalle ist es am frühen Sonntagmorgen erneut zu Ausschreitungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen. (Symbolbild)
AUSSCHREITUNGEN

Barrikaden rund um Berner Reithalle in Brand

URI

Figuren von Peter Bissig verbreiten gute Laune

Spuren der nächtlichen Kravalle bei der Berner Reitschule am Sonntagmorgen. In der Nacht wurden zehn Polizisten und eine Privatperson verletzt.
AUSSCHREITUNGEN

10 verletzte Polizisten bei Reitschule Bern

Zur klassischen Ansicht wechseln