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14.01.2020 15:38

Klimaaktivisten dringen in UBS-Filiale ein

  • Nach der Credit Suisse steht die andere Schweizer Grossbank am Pranger. Klimaschützer führten eine Aktion bei einer UBS-Filiale in Lausanne durch.
    Nach der Credit Suisse steht die andere Schweizer Grossbank am Pranger. Klimaschützer führten eine Aktion bei einer UBS-Filiale in Lausanne durch. | KEYSTONE/k_sim
KLIMA ⋅ Nach dem Sieg vor der Waadtländer Justiz am Montag haben Dutzende Klimaaktivisten am Dienstag erneut eine Aktion in einer Bank in Lausanne durchgeführt. Nach der Credit Suisse war dieses Mal die UBS dran.

Erneut prangerten die Klimaschützer die Investitionen der Banken in fossile Brennstoffe an. Die Aktion habe im Rahmen der Kampagne für die Ergänzungswahl in den Waadtländer Staatsrat vom 9. Februar stattgefunden, teilten die Verantwortlichen des Waadtländer Klimastreiks mit.

Etwa dreissig in Anzüge und Krawatten gekleidete Klimaschützer nahmen an der Aktion am frühen Nachmittag in der UBS-Filiale an der Place St-François teil. Sie streuten Kohle in die Empfangshalle der Bank. Sie forderten, dass die UBS sofort aufhören müsse, in fossile Brennstoffe zu investieren.

Auf Transparenten waren Sprüche zu lesen wie "Wir geben Ihnen Ihre Kohle zurück", "Mein Bankkonto ist schmutziger als ich" oder "Banken zerstören das Leben auf der Erde! Unser Leben!".

Dialog mit Demonstranten

Die Aktion fand in einer friedlichen Atmosphäre statt. Mitarbeitende der Bank, darunter zwei Sprecher, trafen sich mit den Demonstranten. Es entstand eine lebhafte Debatte über Klimawandel, Umweltverschmutzung und die Verantwortung der Wirtschaft.

Die Polizei war mit rund zwanzig Beamten vor Ort im Einsatz, griff aber nicht ein. Gegen 16.50 Uhr verliessen die Aktivisten den Schauplatz, nachdem sich die Polizei deren Namen notiert hatte. Festnahmen gab es keine.

UBS bezieht Stellung

Die Grossbank antwortete mit einer Stellungnahme auf die Aktion der Klimaaktivisten. Die UBS habe mit den Demonstranten in einen Dialog führen wollen. Angestellte der Bank hätten mehr als eineinhalb Stunden mit den Demonstranten debattiert und diese dann gebeten, das Gebäude zu verlassen, was sie nach einigem Zögern auch getan hätten.

Weiter betonte die UBS, dass "sie eine der weltweit führenden Banken im Bereich der nachhaltigen Anlagepolitik" sei. Die Bank habe sich verpflichtet, ihre Geschäftsstrategie an den Uno-Zielen für nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen auszurichten.

Noch unklar ist, ob die UBS juristisch gegen die Protestanten vorgehen wird. Die Bank habe noch nicht entschieden, ob sie eine Beschwerde einreichen werde oder nicht. (sda)

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