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17.05.2022 14:17

Nach Monsterstau an Ostern: SBB planen an Auffahrt und Pfingsten 25 Extrazüge

  • Am Karfreitag staute sich der Verkehr vor dem Gotthard-Nordportal Richtung Süden. (Alexandra Wey / KEYSTONE)
SCHWEIZ (NEWS SERVICE) ⋅ Über Auffahrt und Pfingsten planen die SBB wiederum je zwei Dutzend Extrazüge. Auch das Angebot für die Fahrradmitnahme wird über die Feiertage ausgebaut. Dieses hat allerdings seine Tücken.

Bis zu 22 Kilometer respektive 3,5 Stunden lang war der Stau am Gotthard über die Ostertage. Damit hat sich die Blechlawine auf der beliebtesten Alpenquerung nach zwei Pandemiejahren so lang gestaut wie nie zuvor an den Feiertagen. Und das trotz zwei Dutzend Extrazügen auf der Nord-Süd-Route. Gemäss Zahlen des Verkehrsinformationsdienstes Viasuisse sind nur im Lawinenwinter 1998 bislang mehr Fahrzeuge am Gotthard festgestanden.

Nun stehen mit Auffahrt und Pfingsten die nächsten Feiertage vor der Tür. Und wiederum droht auf der A2 am Gotthard ein Monsterstau – normalerweise im Vorfeld südwärts und am letzten Feiertag nordwärts. Die SBB wollen erneut an beiden verlängerten Wochenenden je 25 Extrazüge ins Tessin einsetzen, teilten sie am Dienstag mit. Zudem sollen jene Züge, die nach Italien weiterfahren, mit zusätzlichen Wagen oder Zugseinheiten verlängert werden.

Zusätzliche Veloplätze und Einstiegshilfen

«Trotz dieser Massnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen oder im Störungsfall zu hohen Frequenzen auf einzelnen Zügen kommen kann», schreiben die SBB vorsorglich. Zudem erinnert das Unternehmen daran, bei Reisen nach Italien die Coronamassnahmen im südlichen Nachbarland zu beachten. Pro Wochenende werden Reisenden laut SBB damit insgesamt 35'000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung stehen. Im Fahrplan sind die Verbindungen laut dem Bahnunternehmen bereits eingetragen. Zudem raten die SBB zu Sitzplatzreservierungen.

Laut SBB stehen auf Strecken, die bei Velofahrenden besonders beliebt sind, überdies am Auffahrtswochenende 600 und am Pfingstwochenende 750 zusätzliche Veloplätze zur Verfügung. Zudem sollen an beiden Wochenenden bis zu 40 Mitarbeitende im Einsatz stehen, die beim Ein- und Ausladen helfen. Für die Velomitnahme gilt freitags bis sonntags (in Intercitys) sowie täglich auf den Verbindungen über den Gotthard und am Jurasüdfuss eine Reservationspflicht. Diese seit zwei Jahren geltenden zusätzlichen Hürden werden von Velofahrerinnen und Velofahrern heftig kritisiert und waren auch schon Thema im Bundeshaus. (sat)

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