Schweiz
Lade Login-Box.
23.04.2019 18:01

Ombudsmann verteidigt Epineys Heiratsantrag

  • Am Heiratsantrag von Sven Epiney während der Live-TV-Tanzshow "Darf ich bitten?" gibt es laut dem Ombudsmann nichts zu beanstanden. (Archivbild)
    Am Heiratsantrag von Sven Epiney während der Live-TV-Tanzshow "Darf ich bitten?" gibt es laut dem Ombudsmann nichts zu beanstanden. (Archivbild) | KEYSTONE/REGINA KUEHNE
MEDIEN ⋅ Der überraschende Heiratsantrag von SRF-Moderator Sven Epiney während der TV-Tanzshow "Darf ich bitten?" stellt für Ombudsmann Roger Blum keinen Missbrauch dar. Er hat entsprechende Beanstandungen abgewiesen.

Epiney hatte in der Finalshow vom 30. März seinem Lebenspartner Michael Graber vor laufenden Kameras einen Antrag gemacht. Er war zuvor als Teilnehmer und nicht als Leiter der SRF-Fernsehshow zu sehen.

Im Fernsehen habe es Platz für Privates, auch Überraschendes gehöre dazu, heisst es im Dienstag veröffentlichten Newsletter der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz. "Dieses - von SRF nicht geplante - Ereignis bescherte sowohl Teilnehmenden wie auch dem Publikum einen schönen, emotionalen Moment."

Für das Unbehagen von mindestens fünf Zuschauern hat Ombudsmann Roger Blum kein Verständnis. Den Vorwurf, Epiney habe eine Gebühren finanzierte Sendung ausgenutzt, um seinen eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, kann er nicht nachvollziehen.

Gar kein Verständnis hat Blum für die Sichtweise eines Beanstanders, der durch die "Propagandaaktion von Homosexuellenverbänden" die öffentliche Sittlichkeit gestört sah. "Wir sind nicht in Brunei, wo Homosexuelle hingerichtet werden. Wir sind auch nicht in Russland, wo sie diskriminiert werden. Wir sind in der Schweiz, einem Land, das die gleichgeschlechtliche Partnerschaft gesetzlich anerkennt. Das sollten Sie sich mal merken", konterte Blum. (sda)

Meist gelesene Artikel

GOTTHARDTUNNEL

Unfall mit Wohnmobil fordert fünf Verletzte

ZELL LU

Lastwagen überschlägt sich mehrmals

KEHRSITEN

Tragischer Seebadi-Unfall hallt nach

Frauen und Mädchen feiern den Freispruch von Evelyn Hernandez. Die junge Frau war nach einer mutmasslichen Totgeburt in El Salvador des Mordes angeklagt worden. (Foto: Salvador Melendez/AP Keystone)
EL SALVADOR

Totgeburt kein Mord

Der britische Premierminister Boris Johnson wirbt in einem Brief an EU- Ratspräsident Donald Tusk Änderungen am Brexit-Abkommen verlangt. Dabei soll der sogenannte Backstop für Irland gestrichen werden. (Foto: Simon Dawson/EPA)
BREXIT

Johnson will Brexit-Nachverhandlungen

Das US-Militär hat am Sonntag zum ersten Mal seit dem Ende des INF-Abrüstungsvertrags einen konventionellen landgestützten Marschflugkörper getestet.  Der Test wäre laut INF-Vertrag verboten gewesen. (Foto: Scott Howe/U.S. Defense Department via AP Keystone)
USA

US-Militär testet Marschflugkörper

LUZERN

Guerilla-Aktion: Künstlerin hängt Bilder auf die Kapellbrücke

Hat die SNB wieder am Devisenmarkt interveniert? Bild der Fassade am Bundesplatz (Archivbild).
BANKEN

Nationalbank hat wohl erneut interveniert

Regisseur Quentin Tarantino und die Schauspieler Leonardo DiCaprio sowie Brad Pitt (von links) stehen für "Once Upon A Time... In Hollywood". Der Film stürmte bereits am ersten Wochenende nach dem Start in der Schweiz die Kinocharts. (Archivbild)
CH-KINOCHARTS WOCHENENDE

Neuer Tarantino stürmt an die Spitze

Stephan Lichtsteiner spielt künftig in der Bundesliga für Augsburg
DEUTSCHLAND

Lichtsteiner für ein Jahr zu Augsburg

Zur klassischen Ansicht wechseln