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15.07.2019 10:08

Reisebusfahrer hätte Unfall vermeiden können

  • Der beim Zusammenstoss mit einem Reisebus im Mai 2016 beschädigte ICE-Zug. (Archivbild)
    Der beim Zusammenstoss mit einem Reisebus im Mai 2016 beschädigte ICE-Zug. (Archivbild) | KEYSTONE/KANTONSPOLIZEI BE/HANDOUT
BAHNUNFALL ⋅ Die Kollision eines ICE-Zugs mit einem Reisebus auf einem Bahnübergang in Interlaken geht auf ein Fehlverhalten des Carchauffeurs zurück. Zu diesem Schluss kommt die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust.

Der Unfall ereignete sich im Mai 2016 auf einem Bahnübergang in der Nähe des Bahnhofs Interlaken Ost. Der laut Bericht nicht sehr ortskundige Buschauffeur holte bei der Harderbahn eine Touristengruppe ab, um sie ins Hotel zu bringen.

Als die Touristen eingestiegen waren, fuhr der Reisebusfahrer los, musste aber wegen Fussgängern schon bald wieder anhalten. Dabei kam der Bus auf dem Bahnübergang zu stehen. Dessen Schranken begannen sich zu senken und blockierten den Bus, wie aus dem am Montag veröffentlichten Schlussbericht der Sust weiter hervorgeht.

Bahnschranke nicht durchbrochen

Die Passagiere forderten den Buschauffeur auf, die Türen zu öffnen, was dieser und die Reiseleiterin der Gruppe jedoch ablehnten. Die Reiseleiterin schlug vor, die Barriere zu durchbrechen.

Stattdessen versuchte der Busfahrer, sein Fahrzeug parallel zum Gleis abzustellen. Noch während der Busfahrer am Manövrieren war, fuhr der Zug heran und es kam zur Kollision. Insgesamt 17 Personen im Reisebus wurden verletzt, zwei davon schwer.

Der Carchauffeur hätte mit seinem Bus die Bahnschranke durchbrechen und so den Unfall verhindern können, schreibt die Sust in ihrem Bericht. Der Fahrer habe sich aber dagegen entschieden, um Beschädigungen am Bahnübergang zu vermeiden. (sda)

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