Schweiz
Lade Login-Box.
08.11.2019 17:34

VPOD-Studie: Tote Hose nach dem Feierabend

  • Für den Kino-Besuch keine Energie mehr nach dem Feierabend - so geht es der Mehrheit der Staatsangestellten (Symbolbild aus dem Kulturhaus KOSMOS in Zürich).
    Für den Kino-Besuch keine Energie mehr nach dem Feierabend - so geht es der Mehrheit der Staatsangestellten (Symbolbild aus dem Kulturhaus KOSMOS in Zürich). | KEYSTONE/WALTER BIERI
STAATSANGESTELLTE ⋅ "Was machst Du nach dem Feierabend?" - "Nichts", ist die Antwort der meisten Angestellten bei den öffentlichen Diensten. Zwei Drittel können sich nach einem Arbeitstag nicht mehr aufraffen zu einem Kino- oder Konzert-Besuch oder zum Tanzengehen - sie sind zu müde.

Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Verbandes des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) bei seinen Mitgliedern. Das Ergebnis wurde am Freitag am VPOD-Kongress in St. Gallen vorgestellt, wie aus einer Mitteilung des Verbandes hervorgeht.

Schuld an diesem Zustand sind vor allem Zumutungen jenseits des jeweiligen Kerngeschäfts. Das ergab die Online-Umfrage "Kollegin, Kollege, wie geht es dir?", an der rund ein Zehntel der VPOD-Mitglieder teilgenommen hat.

Zwar sind 68 Prozent der knapp 3500 Antwortenden mit ihrer Arbeitssituation ganz oder eher zufrieden, und 76 Prozent sind wenigstens leidlich gesund. Bei der Arbeit fühlen sich aber 67 Prozent gestresst. Und einen Anstieg der psychischen Belastung am Arbeitsplatz in den letzten 4 Jahren bejahen 74 Prozent.

Aus der Umfrage geht klar hervor, dass weder die Belegschaft noch die Vorgesetzten der Hauptgrund für die Misere sind. Mit den Kolleginnen und Kollegen verstehen sich 94 Prozent gut; ein mindestens anständiges Zeugnis für die Chefin oder den Chef gibt es von 61 Prozent der Antwortenden. Man finde bei der vorgesetzten Stelle mit seinen Anliegen Gehör, heisst es in der VPOD-Mitteilung.

Für die eigentliche Arbeit zu wenig Zeit

Hingegen stellen demnach 84 Prozent fest, dass die administrativen Aufgaben in den vergangenen vier Jahren zugenommen haben. Der Satz "Für den eigentlichen Inhalt meiner Arbeit habe ich zu wenig Zeit" erzielte eine Zustimmung von 63 Prozent, 60 Prozent beklagen übermässige Zergliederung und Zerstückelung ihrer Arbeit.

Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent gibt sogar an, den Job nicht so machen zu können, "wie ich es mir vorstelle und wie ich es gelernt habe". (sda)

Meist gelesene Artikel

WIRTSCHAFT

Schwyzer Kantonalbank hat eine neue Personalchefin

EMMETTEN

Verletzte bei Frontalkollision

ALPNACH

Drei fremde Fische schwimmen im Alpnachersee

REIDEN

Vortritt missachtet: Auto überschlägt sich bei heftigem Zusammenprall

SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi sähe SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga gerne durch die grüne Regula Rytz ersetzt.
BUNDESRAT

SVP will Rytz zu Hearing einladen

Nach nur zwei Jahren beim Wirtschaftssender CNNMoney Switzerland zieht es Urs Gredig zurück zum Schweizer Fernsehen SRF.
MEDIEN

Urs Gredig zurück zu Fernsehen SRF

HERGISWIL

Raubüberfall auf Jugendlichen – mutmassliche Täter gefasst

ERSTFELD

Massive Steuererhöhung steht bevor

Grünen-Präsidentin Regula Rytz will in den Bundesrat.
BUNDESRAT

Rytz möchte Bundesrätin werden

Das Rettungsschiff "Open Arms" hat am Donnerstag Dutzende Menschen aus Seenot gerettet. (Archivbild)
FLÜCHTLINGE

73 Menschen vor Libyen aus Seenot gerettet

Zur klassischen Ansicht wechseln