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19.06.2018 12:06

Über 900 Leute wollen ihren Pfarrer zurück

  • Der Stand der Petition am Dienstagmittag.
    Der Stand der Petition am Dienstagmittag. | Screenshot
  • Die Küssnachter wollen ihn zurück: Pfarrer und Seelsorger Werner Fleischmann. (Bild: PD)
KÜSSNACHT ⋅ Spielschulden hin oder her. Die Leute in Küssnacht stehen zu ihrem Pfarrer Werner Fleischmann. Er ist vom Bischof abgesetzt worden. Mittels einer Online-Petition forderten bis Dienstagabend über 900 Personen ihren Pfarrer und Seelsorger zurück.

Nach über 22 Jahren musste der beliebte Pfarrer Werner Fleischmann die Pfarrei Küssnacht per 18. Juni verlassen. Der 47-jährige Fussballfan ist spielsüchtig und hat rund 50 Angehörige der Pfarrei um Darlehen gebeten (wir berichteten). Mit dem Geld wollte er seine hohen Schulden begleichen.

Der Churer Bischof Vitus Huonder hat den Mann abgesetzt. Das Volk in Küssnacht aber will seinen Pfarrer zurück. Eine Online-Petition, die an den Bischof gerichtet ist, stösst auf grosses Interesse. Lanciert wurde diese am Montagabend; bis Dienstagabend haben sich über 900 Personen registriert und für Fleischmann unterschrieben. rr

Die Online-Petition finden Sie hier:

Kommentare

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21.06.2018 21:40

Wenn jeder entlassen werden würde, der Spielschulden hat, dann hätten wir vermutlich viele Sozialfälle auf einen Schlag.

Der Pfarrer hat tadellose Arbeit geleistet, und war immer voller Einsatz mittendrin statt nur dabei.
Die Doppelmoral des vorletzten Jahrhunderts, dass ein Pfarrer ein Übermensch sein muss sollte eigentlich überholt sein inzwischen.
Leider tut die Institution Kirche immer noch so als ob.
Über 22 Jahre Arbeit, und dann wird man fallen gelassen.
Wie in der normalen Wirtschaft auch.
Ganz christlich. Bravo Chur.
Die schwerreiche Kirche, die Jahrhundertelang abgezockt hat,
und sich Gold und Ländereien in kaum vorstellbarem Ausmass angeeignet hat, hat ein Problem mit diesen Spielschulden.
Arme Kirche, welch ein Armutszeugnis.
Welche Doppelmoral und Heuchelei einmal mehr. Nur ist es diesmal gegen einen "eigenen" gerichtet.
Wie überall wischt man viel schlimmere Vergehen unter den Teppich, und hier ein schweizweites Medien-Drama.
Ich habe die Petition unterzeichnet

Silvia Müller-Souter, ⋅ Beiträge: 1
» antworten

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