Schwyz
12.04.2018 09:58

Schwyz will am Ziel festhalten, Unternehmen steuerlich zu entlasten

  • Ein Stapel mit Steuererklärungen auf einem Steueramt (Symbolbild).
    Ein Stapel mit Steuererklärungen auf einem Steueramt (Symbolbild). | Bild: Christian Beutler / Keystone (Glattfelden, 22. Januar 2015)CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE)
UNTERNEHMENSSTEUERREFORM ⋅ Mit der Umsetzung der Steuervorlage 17 (SV17) will die Schwyzer Regierung den Schwyzer Wirtschaftsraum steuerlich zu stärken. Um dies zu erreichen, sieht sie zwei Varianten. Beide schickt sie nun in die Vernehmlassung.

Ein Weg führt dahin, dass bei den juristischen Personen die Gewinn- und Minimalsteuersätze gesenkt werden. Der andere, dass neu ein im ganzen Kanton geltender tiefer Steuersatz eingeführt werden soll. Dies teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Er hatte bereits im Dezember das Finanzdepartement beauftragt, die beiden Varianten auszuarbeiten.

Die Vorlage des Bundes räume den Kantonen bei der Umsetzung der SV17 einen gewissen Gestaltungsspielraum ein, heisst es weiter. Die Schwyzer Regierung will die Standortattraktivität des Kantons mit einer Kombination aus steuertariflichen und anderen Massnahmen stärken. Im Vordergrunds stünden attraktive Steuersätze. "Davon können alle Unternehmen profitieren", betont die Regierung.

Bei der Variante Steuersatzsenkung sollen der Steuersatz für Unternehmensgewinne auf 2 Prozent (heute: 2,25 Prozent) und der Minimalsteuersatz auf 0,03 Promille (heute: 0,4 Promille) gesenkt werden. Damit würde sich die effektive Steuerbelastung für Gewinne juristischer Personen je nach Gemeinden massgeblich reduzieren, heisst es. Insbesondere in den Höfner Gemeinden läge sie mit rund 12 Prozent auf einem "international sehr attraktiven Niveau".

Bei der Variante Gesamtsteuersatz soll ein im ganzen Kanton geltender Steuersatz für die Gewinnsteuer von 5,8 Prozent und von 0,07 Promille für die Minimalsteuer eingeführt werden. Laut der Regierung könnte so das im Bereich der Unternehmensbesteuerung bestehende starke Besteuerungsfälle beseitigt werden.

Weiter will die Schwyzer Regierung für Forschung und Entwicklung ein zusätzlicher Abzug von 50 Prozent und für Erträge aus Patenten und vergleichbaren Rechten eine maximale Entlastung von 90 Prozent einführen. Sie erhofft sich so einen positiven Anreizt für die unternehmerische Innovation.

Die Regierung hält fest, dass die kantonale Umsetzung der SV17 ohne allgemeine Steuermehrbelastung der natürlichen Personen finanzierbar sei.

Vernehmlassung dauert bis am 10. Juli. Gleichzeitig eröffnet der Regierungsrat auch die Vernehmlassung zur Nachführung von übrigen Bundessteuerrecht. Beide Vorlagen sollen Anfang 2020 in Kraft treten. (sda)

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