Schwyz
07.03.2018 08:13

Schwyzer Finanzhaushalt dank Steuererhöhungen stabilisiert

FINANZEN ⋅ Der Staatshaushalt des Kantons Schwyz ist nach Angaben des Finanzdepartements nicht mehr in Schieflage, dies nachdem die Staatsrechnung zum dritten Mal in Folge mit einem Gewinn statt mit einem Defizit abschliesst. Grund dafür sind auch Steuererhöhungen.

Das Departement von Finanzdirektor Kaspar Michel wird zwar erst Ende März detailliert über das Finanzjahr 2017 informieren, am Mittwoch gab es aber bereits erste Zahlen bekannt. Demnach schliesst die Staatsrechnung des letzten Jahres bei einem Aufwand von 1,5 Milliarden Franken mit einem Ertragsüberschuss von 89,3 Millionen Franken. Budgetiert war ein Defizit von 46,4 Millionen Franken.

Dies sei das dritte positive Resultat in Folge, teilte das Finanzdepartement mit. Der Staatshaushalt sei stabilisiert. Dies sei eine gute Ausgangslage für die weitere Finanzplanung.

Den Tiefpunkt hatte der Kanton Schwyz finanziell 2014 erreicht, als ein Rekorddefizit von 211 Millionen Franken ausgewiesen worden war, 114 Millionen Franken mehr als budgetiert. 2015 und 2016 dagegen schlossen mit einem Ertragsüberschuss statt mit dem veranschlagten Fehlbetrag.

Höhere Einnahmen als erwartet

2017 sei die Budgetdisziplin gross gewesen, teilte das Finanzdepartement mit. In den meisten Aufwandpositionen seien die veranschlagten Werte eingehalten oder unterschritten worden, so beim Personal, bei den Spitälern oder beim Unterhalt von Bauten.

Der Kanton nahm mehr ein als erwartet. Als Grund dafür nennt das Finanzdepartement die auf 2015 umgesetzte Steuererhöhung für Topverdiener sowie die Steuerfusserhöhungen 2015 und 2016. Zudem sei das Steuersubstrat verbessert und mehr Geld von der Nationalbank ausgeschüttet worden.

Dies alles habe in der Staatsrechnung 2017 gegenüber dem Voranschlag nochmals zu Mehreinnahmen von rund 100 Millionen Franken geführt. Zusätzliche Mehrerträge von total 20 Millionen Franken habe es bei der Verrechnungs-, Bundes-, Grundstückgewinn- und Quellensteuer gegeben.

Standortattraktivität wahren

Schwyz weist ein Eigenkapital von 180 Millionen Franken aus. Dies und die stabile Haushaltssituation bildeten eine gute Voraussetzung, um künftige finanzielle Herausforderungen zu meistern, teilte das Finanzdepartement mit.

Nach dem Entlastungsprogramm 2014 bis 2017 solle nun die nachhaltige, langfristige Sicherstellung eines ausgeglichenen Staatshaushaltes unter Wahrung der Standortattraktivität aufgezeigt werden. Der entsprechende Bericht solle in der ersten Jahreshälfte 2020 vorgelegt werden. (sda)

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