Schwyz
07.02.2018 09:41

Schwyzer legen jeden Tag mehr als 43 Kilometer zurück

  • Autos auf der Axenstrasse.
    Autos auf der Axenstrasse. | Bild: Urs Flüeler / Keystone (Brunnen, 2. Juni 2016)
STATISTIK ⋅ Die Schwyzer Bevölkerung legt grössere Distanzen zurück als der schweizerische Durchschnitt und verwendet dabei häufiger das Auto. Allerdings ist der Anteil des öffentlichen Verkehrs in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen.

Das sind die zentralen Aussagen aus dem Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015, mit dem der Bund alle fünf Jahre das Mobilitätsverhalten der Schweizer Bevölkerung erfragt.

Laut Mitteilung der Staatskanzlei unterscheidet sich das Verkehrsverhalten der Schwyzer Bevölkerung nicht grundsätzlich von demjenigen der übrigen Schweiz. Vor allem bedingt durch die vergleichsweise dünne Besiedelung zeigen sich im Detail allerdings Unterschiede, unter anderem, weil die Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht so feinmaschig möglich ist wie in den Ballungsräumen.

Ausserschwyzer sind länger unterwegs

Jeder Innerschwyzer legt im Durchschnitt pro Tag 37,7 Kilometer zurück und liegt damit knapp über dem Schweizer Mittelwert. In Ausserschwyz ist die Tagesdistanz mit 47,5 Kilometer deutlich höher. Den grössten Anteil nimmt dabei die Freizeit mit 17,9 Kilometer ein, gefolgt von der Arbeit mit 11,7 Kilometer und dem Einkauf mit 4,4 Kilometer . 70 Prozent der zurückgelegten Wege liegen innerhalb des Kantons.

Öffentliche Verkehrsmittel legen zu

70% der Fahrten werden mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) zurückgelegt und 22% mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV). Aber auch das Velo (2%) und der Fussverkehr (4%) leisten einen Beitrag zum Mobilitätsverhalten. Im Jahr 2005 lag der Anteil des MIV noch bei 80%. Der ÖV-Anteil ist in den zehn Jahren von 2005 bis 2015 dagegen von 12% auf 22% gestiegen.

Hoher Stellenwert des Autos

40% der Haushalte im Kanton Schwyz verfügen über zwei oder mehr Autos (Gesamtschweiz 29%). Nur 14% der Schwyzer Haushalte besitzen kein Auto (im 2010 waren es 10%). Im Vergleich haben im schweizerischen Durchschnitt immerhin 22% der Haushalte kein Auto. 87% aller Schwyzerinnen und Schwyzer, die älter sind als 18 Jahre, besitzen einen Führerausweis. Schweizweit sind es lediglich 82%. Dafür verfügen im schweizerischen Durchschnitt 57% der Personen über ein Abonnement für den öffentlichen Verkehr, während es im Kanton Schwyz 55% sind.

pd/rem

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

"Heilung mit Kügelchen": ein in der Westschweiz praktizierender Arzt behauptet, Homosexualität therapieren zu können. Die Genfer Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. (Symbolbild)
GESUNDHEIT

Arzt will in der Romandie Schwule "heilen"

Das Astra hat einen Zulassungsstopp für Modelle von Mercedes und Porsche mit manipulierter Abgasreinigung verfügt. (Archiv)
ABGASSKANDAL

Zulassungsstopp für Porsche und Mercedes

Hyalomma marginatum (rechts) im Vergleich zum Gemeinen Holzbock
ZECKEN

Tropische Zecken in Deutschland entdeckt

VIERWALDSTÄTTERSEE

Buochs hat wieder Schiffsanschluss

URI

Pilger marschieren 33 Kilometer von Andermatt nach Disentis

Geldsegen für den Bund: Der Bund rechnet 2018 erneut mit einem deutliche höheren Überschuss als budgetiert. (Archiv)
BUNDESFINANZEN

Bund erwartet wieder Milliarden-Überschuss

Der PostAuto-Skandal ist noch nicht ausgestanden: Am Mittwoch hat das Bundesamt für Polizei (fedpol) beim bundesnahen Unternehmen eine Hausdurchsuchung durchgeführt. (Themenbild)
POSTAUTO

Hausdurchsuchung bei der Post

Bei der so genannten Römerbrücke in Lavertezzo im Verzascatal ist eine Italienerin von der Strömung mitgerissen worden - sie starb in der Nacht auf Mittwoch im Spital. (Themenbild)
UNFALL

Tödlicher Unfall im Verzascatal

Die Diskriminierung von homo- und bisexuellen Personen soll im Strafrecht explizit verboten werden. Der Bundesrat hält das zwar nicht für vordringlich, ist aber einverstanden. (Symbolbild)
DISKRIMINIERUNG

Diskriminierung von LGBTI-Menschen verbieten

Nationalbank-Vizepräsident Fritz Zurbrügg präsentiert in Zürich die neue 200er-Note.
BANKEN

Materie ist Sujet von neuer 200-Franken-Note

Zur klassischen Ansicht wechseln