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20.04.2019 07:50

Drei Orte haben keine Erstkommunikanten

  • Andächtig und voller Erwartungen haben diese Kinder in Brunnen über den Einzug in die Kirche den Weg zum Altar beschritten.Bild: Erhard Gick
    Andächtig und voller Erwartungen haben diese Kinder in Brunnen über den Einzug in die Kirche den Weg zum Altar beschritten.Bild: Erhard Gick
INNERSCHWYZ ⋅ 470 Kinder dürfen dieses Jahr Erstkommunion feiern, 22 Kinder weniger als letztes Jahr. In Alpthal, Steinerberg und auf dem Stoos findet dieses Jahr keine Feier statt.

Erhard Gick

Darauf warten die Kinder schon lange. Am Sonntag nach Ostern feiert die römisch-katholische Kirche den Weissen Sonntag, welcher zugleich auch den Abschluss der Osterwoche bildet. Dieses Jahr ist er also am 28. April. Da Ostern direkt vom ersten Frühlingsmond abhängig ist und damit auch der Weisse Sonntag in dieser Abhängigkeit steht, ist dessen frühestmöglicher Termin der 29. März und der späteste der 2. Mai.

Der Name Weisser Sonntag liegt im frühen Brauchtum begründet: So trugen in der frühen Kirche die am Osterfest Getauften eine Woche lang bis zu eben jenem Sonntag weisse Taufkleider.

Im Jahr 1637 ist in Luzern am Weissen Sonntag erstmals der Termin für die Feier der Erstkommunion an diesem Tag erwähnt. Später gab es dann ab Mitte des 19. Jahrhunderts konkrete bischöfliche Anweisungen, die Erstkommunion an diesem Tag zu feiern, um auf diese Weise besonders der Erneuerung der Taufe zu gedenken.

Diese Tradition hat sich bis heute gehalten, sodass in den meisten katholischen Pfarreien die Erstkommunion an diesem Tag abgehalten wird. Ab dem 30. April 2000 wurde der Weisse Sonntag zudem durch Papst Johannes Paul II. zum Barmherzigkeitssonntag erklärt.

Drei Orte ziehen den Weissen Sonntag vor

In Gersau, Lauerz und Studen wird der Weisse Sonntag vorgezogen und findet bereits am Ostermontag statt. In Sattel und Merlischachen ist er drei Wochen nach dem offiziellen Weissen Sonntag, am 19. Mai.

Der Hauptort Schwyz ist fast erwartungsgemäss jener Ort, wo am meisten Kinder erstmals an den Altar Gottes treten dürfen. Rechnet man die Orte Schwyz, Ibach und Seewen zusammen, so sind es 116 Kinder, 67 in Schwyz (41 Knaben und 26 Mädchen), 29 in Ibach (9/20) sowie 20 in Seewen (13/7). Danach folgt Ingenbohl-Brunnen mit 54 Erstkommunikanten (25 Knaben und 29 Mädchen). Gleich dahinter treten in Küssnacht 51 Kinder an den Altar, nämlich 24 Knaben und 27 Mädchen.

An vierter Stelle folgt Arth mit 33 Kindern (17/16). Würde man die Kinder der Pfarrei Goldau dazurechnen, so käme die Gemeinde insgesamt auf 62 Kinder. Interessant ist Rothen­thurm. Man würde annehmen, dass es eine kleine Gemeinde ist. Rothen­thurm hat aber einen grossen Kindersegen, 30 Jugendliche (14 Knaben und 16 Mädchen) dürfen erstmals den Leib Christi empfangen.

Natürlich ist es purer Zufall: Rechnet man alle Erstkommunikanten der Innerschwyzer Gemeinden zusammen und legt sie nach Geschlecht in die Waagschale, so kippt die Waage auf keine Seite. Es sind nämlich genau gleich viele Knaben wie Mädchen, je 235, insgesamt also 470 Erstkommunikanten.

Im nahezu intimen Rahmen findet der Weisse Sonntag in Riemenstalden statt, zwei Knaben dürfen die Kommunion empfangen. Letztes Jahr hatte Riemenstalden erstmals kein Kind am Tische des Herrn. Dieses Jahr sind es die Orte Alpthal, Stoos und Steinerberg, welche keine Weisssonntagsfeier durchführen.

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