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23.04.2019 11:22

Erster Triumph am Heimfest - «Darauf musste ich lange warten»

  • Im Vorjahr stand der Steiner Spitzenschwinger Mike Müllestein gegen Sven Schurtenberger bereits im Schlussgang. Dieses Jahr liess er nichts mehr anbrennen und siegte souverän am Frühjahrsschwinget in Ibach gegen Lutz Scheuber. Bild: Erhard Gick
  • Im Schlussgang bodigte Mike Müllestein den Nidwaldner Lutz Scheuber. Bild: Erhard Gick
    Im Schlussgang bodigte Mike Müllestein den Nidwaldner Lutz Scheuber. Bild: Erhard Gick
IBACH / STEINEN ⋅ Mike Müllestein musste auf diesen Erfolg lange warten. Nach der Schlussgang-Niederlage im Vorjahr ging für den 29-Jährigen die Rechnung diesmal auf. Er besiegte Lutz Scheuber.

Simon Gerber

Bei schönstem Wetter konnte der Schwingerverband am Mythen gestern den Frühjahrsschwinget in Ibach durchführen. 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer umsäumten die schöne Schwingarena. Lokalmatador Mike Mülle­stein und der Nidwaldner Lutz Scheuber waren die dominierenden Figuren. Im Schlussgang lieferten sie sich einen harten und ausgeglichenen Fight. Nachdem sich Mike Müllestein aus einer heiklen Situation hatte retten können, führte sein explosiver Kurzzug in der neunten Minute zum ersten Triumph an seinem Heimfest.

«Darauf musste ich lange warten. Dieser Sieg bedeutet mir deshalb sehr viel. Er zeigt mir gleichzeitig auf, dass ich auf dem richtigen Weg in die neue Saison bin. Nach dem Unentschieden im fünften Gang gegen Lutz Scheuber musste ich im Schlussgang höllisch aufpassen. Es ist mir jedoch gelungen, meine Angriffe konsequent und sauber durchzuziehen», resümierte Müllestein.

Christian Schuler verpasst Schlussgang

Der Auftaktsieg gegen den Bodentechniker Willy Graber habe ihm enorm Auftrieb gegeben, und der Formstand bei seinem ersten Wettkampf in dieser Saison sei schon sehr gut, so Mülle­stein. Nach dem Erfolg gegen Graber bodigte Müllestein auch Armin Muff, Etienne Ducrest und Michael Wiget.

Einen starken Auftritt hatte Lutz Scheuber. Mit viel Drive und effizienter Arbeit besiegte der Nidwaldner die ersten vier Gegner souverän, unter anderen den Titelverteidiger Sven Schurtenberger. Bereits im fünften Duell traf er auf Mike Müllestein. «Wir kennen uns sehr gut und neutralisierten uns in den fünf Minuten gegenseitig. Im Schlussgang wollte ich es besser machen, doch meine Rechnung ging leider knapp nicht auf», hält der 30-jährige Routinier fest.

Der Favorit aus Rothen­thurm, Christian Schuler, verpasste nach der überraschenden Niederlage gegen Michael Wiget den Schlussgang, klassierte sich jedoch mit fünf Siegen im zweiten Rang. «Michael Wiget hat mich geschickt ausgekontert. Eine solche Niederlage schmerzt immer, man kann daraus aber auch viel lernen», erklärte er.

Hinter Mike Müllestein, Christian Schuler und Michael Hess brillierte Lukas Reichmuth als viertbester Schwyzer mit dem ausgezeichneten fünften Platz. Der 19-Jährige musste sich nur dem Eidgenossen Willy Graber geschlagen geben, trennte sich gegen Armin Muff unentschieden und realisierte vier Siege. Nach einer starken Erkältung startete Andreas Ulrich mit den beiden Unentschieden gegen Andi Imhof und den defensiven Luzerner Marco Schmidiger durchzogen in seinen ersten Wettkampf in dieser Saison. Vier solide Siege gegen Samuel Schwyzer, Silvio Wyrsch, Adrian Walther und Seppi Felder brachten den brillanten Techniker noch auf den sechsten Platz.

Erneut mit einer starken Leistung fiel bei seinem dritten Wettkampf in dieser Saison Michael Gwerder auf. Dank einer soliden Bodentechnik setzte sich das 18-jährige Talent gegen Jonas Brun und Adrian Walther souverän durch. Nach der Niederlage gegen Lutz Scheuber holte der Brunner gegen Ueli Zürcher und Markus Niederberger weitere zwei Siege und trennte sich gegen den Eidgenossen Philipp Glogg­ner unentschieden. Auf ebenfalls vier Erfolge brachte es mit Bruno Schürpf ein weiterer Mythenverbändler.

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