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02.12.2019 11:31

Höhere Kompetenzen bei der neuen Naturgefahrenstrategie

  • Von links: Stabschef Magnus Sigrist, Divisionär Lucas Caduff und Sicherheitsdirektor André Rüegsegger. | pd
SCHWYZ ⋅ Die Stabschefs der Gemeindeführungsstäbe liessen sich anlässlich des traditionellen Jahresrapports über die Leistungen von Armee, Zivilschutz und Feuerwehren im Katastrophenfall informieren. Ebenfalls vorgestellt wurde die neue Naturgefahrenstrategie, die höhere Kompetenzen auf Gemeindestufe vorsieht.

(SiD/i) Der kantonale Führungsstab (KFS) blickt auf ein interessantes Jahr zurück, in dessen Mittelpunkt die nationale Verbundübung SVU 19 stand. Von diesen Erfahrungen können auch die Stabschefs der Bezirke und Gemeinden profitieren, wie der kantonale Stabschef Magnus Sigrist anlässlich des jährlichen Rapports ausführte.

Aktualisierte Naturgefahrenstrategie

Lukas Inderbitzin, Leiter des Bereichs Naturgefahren im Amt für Wald und Naturgefahren, stellte die aktualisierte Naturgefahrenstrategie im Umfeld einer dynamischen Risikolandschaft vor. Ein wesentliches Ziel der im laufenden Jahr verabschiedeten Revision war die Stärkung der Naturgefahrenkompetenz auf Stufe der Gemeinden. Insbesondere die Revierförster leisten aufgrund ihrer lokalen Kenntnisse einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung eines integralen Risikomanagements, das nicht nur die Bewältigung, sondern auch die Vermeidung von Risiken zum Ziel hat.

Breite Palette an Unterstützungsmöglichkeiten

Im Ereignisfall haben die Gemeindeführungsstäbe eine grosse Verantwortung für die Bewältigung. Sie können dabei aber auf breite Unterstützung zählen, wie am Jahresrapport aufgezeigt wurde. Ihnen stehen im Bedarfsfall Mittel der Feuerwehren, des Zivilschutzes und der Armee zur Verfügung. Oskar Nauer, Feuerwehrinspektor Stv., stellte die Leistungen der Feuerwehren dar, die im Kanton Schwyz jährlich rund 600 Einsätze leisten. Allerdings wies er darauf hin, dass sich die Feuerwehren auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, das heisst, Interventionen bei Bränden, Unfällen oder Naturereignissen leisten, nicht aber für Unterhaltsarbeiten oder Instandstellungen zur Verfügung stehen.

Zivilschutz wichtig für die Gemeinden

Armin Reichlin, Ausbildungschef des Zivilschutzes, wies die Stabschefs auf die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Zivilschutzes hin. Im Ernstfall stehen zwei Kompanien mit je 300 Angehörigen zur Verfügung. Zusätzlich können die Gemeinden in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich Angehörige des Zivilschutzes einsetzen, insbesondere für die Führungsunterstützung im Ereignisfalls.

Auch wenn die Armee zahlenmässig stark verkleinert wurde, hält sie immer noch starke Mittel für die Katastrophenbewältigung bereit, wie Divisionär Lucas Caduff ausführte. Im Ereignisfall können die Kantone bei der Armee um Unterstützung anfragen.

Wertvoller Einsatz der Gemeindeführungsstäbe

Das Aufzeigen der verschiedenen Mittel, die im Ereignisfall zur Bewältigung zur Verfügung stehen, war für die Vertreter der Gemeindeführungsstäbe äusserst wertvoll. Sicherheitsdirektor André Rüegsegger
betonte aber auch, wie wichtig und wertvoll die dezentralen Strukturen und die Übernahme von Verantwortung auf Gemeindestufe sind. Er bedankte sich denn auch im Namen der Regierung für den grossen Einsatz der Gemeindeführungsstäbe im Dienste der Öffentlichkeit.

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