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26.11.2021 10:08

Es geht um drei Millionen: Spielsüchtiger Ex-Pfarrer soll ins Gefängnis

  • Beim Kriminalgericht Luzern ist ein ehemaliger Pfarrer aus Küssnacht SZ angeklagt wegen Betrugs. (Symbolbild)
    Beim Kriminalgericht Luzern ist ein ehemaliger Pfarrer aus Küssnacht SZ angeklagt wegen Betrugs. (Symbolbild) | KEYSTONE/URS FLUEELER
KÜSSNACHT ⋅ Der ehemalige katholische Pfarrer von Küssnacht, dem vorgeworfen wird, fremdes Geld im Casino verspielt zu haben, soll drei Jahre ins Gefängnis. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat ihn wegen gewerbsmässigem Betrug angeklagt.

Sie habe die Untersuchung gegen den 51-jährigen Schweizer abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Der Fall wird vor dem Luzerner Kriminalgericht verhandelt, weil der erste gemeldete Beschädigte aus dem Kanton Luzern stamme, sagte ein Sprecher auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Es hätten sich auch Geschädigte aus anderen Kantonen gemeldet, insgesamt seien am Verfahren rund 70 Personen beteiligt. Den Deliktsbetrag beziffert die Staatsanwaltschaft auf über drei Millionen Franken.

Dem ehemaligen Kirchenmann wird vorgeworfen, von Privatpersonen zwischen 2009 bis 2018 arglistig Darlehen bezogen und diese nicht zurückbezahlt zu haben. Zudem soll er unrechtmässig Geld von Konten der Pfarrei für private Zwecke verwendet haben. Er habe das ihm entgegengebrachte Vertrauen in seiner Stellung als Pfarrer bewusst ausgenutzt. Er sei geständig.

Der Pfarrer, der viele Jahre in Küssnacht tätig war, war im Juni 2018 von seinem Amt zurückgetreten. Grund dafür waren die Schulden, die er wegen seiner Spielsucht aufgehäuft hatte. 2019 reichte er Privatkonkurs ein.

Neben der Freiheitsstrafe fordert die Staatsanwaltschaft eine fachärztlichen Behandlung wegen Spielsucht. Die Anklage lautet auf gewerbsmässigen Betrug, mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfacher Veruntreuung. Ein Verhandlungstermin ist noch nicht angesetzt. (sda)

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