Wirtschaft
Lade Login-Box.
11.01.2019 13:58

Aufräumarbeiten nach Lawine auf Schwägalp

  • Männer mit Schaufeln passieren am Freitag eine Strassensperre auf der Passhöhe, nach einem Abgang einer 300 Meter breiten Lawine auf der Schwägalp AR. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden drei Personen leicht verletzt.
    Männer mit Schaufeln passieren am Freitag eine Strassensperre auf der Passhöhe, nach einem Abgang einer 300 Meter breiten Lawine auf der Schwägalp AR. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden drei Personen leicht verletzt. | KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
LAWINE ⋅ Der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn geht davon aus, dass sich nach der Lawine vom Donnerstag keine verschütteten Menschen mehr in den Schneemassen befinden. "Wir sind mit einem bauen Auge davon gekommen", sagte Bruno Vattioni.

Es gebe keine Vermissten, erklärte der Chef der Säntisbahn am Freitag an einer Medienkonferenz im Restaurant "Rossfall" unterhalb der Schwägalp. Die Aufräumarbeiten sind im Gang. Sie sollen bald Gewissheit bringen, dass keine weiteren Personen zu Schaden gekommen sind, hofft Vattioni.

Drei Personen wurden durch die riesigen Schneemassen, die am Donnerstag gegen 16.30 Uhr niedergingen, leicht verletzt. Sie konnten das Spital bereits wieder verlassen. Von den 120 Gästen und Angestellten, die sich am Donnerstag im Hotel befanden, wurden 80 bereits am Donnerstag ins Tal gebracht.

40 Personen verbrachten die Nacht freiwillig an einem sicheren Ort auf der Schwägalp. Sie wurden am Freitagmorgen ebenfalls ins Tal gebracht, wie der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn ausführte. Derzeit befinden sich noch ein Anzahl Mitarbeitende auf der Schwägalp. Das Gebiet ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.

"Lawine war nicht voraussehbar"

"Eine Lawine in diesem Ausmass war nicht voraussehbar", betonte Vattioni. Noch nie in der 84-jährigen Geschichte der Säntisbahn habe es so etwas gegeben. Selbst Fachleute seien überrascht "Wir haben mit Lawinen viel Erfahrung", sagte Vattioni. Lawinengefährlich sei eigentlich die Südflanke des Säntis auf der anderen Seite.

Auf dem Säntis befindet sich eine Messstelle des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Die Situation werde täglich beurteilt, sagte Vattioni. Zum Lawinenabgang werde es eine Untersuchung geben.

Am Donnerstag fielen auf der Schwägalp rund 30 Zentimeter Neuschnee. Weil ab Sonntag neue Schneefälle angekündigt sind, arbeiten die Räumungsequipen fieberhaft, um am Freitag und Samstag möglichst weit zu kommen.

Die durch die Lawine entstandenen Schäden lassen sich laut Vattioni noch nicht beziffern. Die verschütteten Gebäudeteile werden geräumt und danach provisorisch repariert. Das Hotel und die Säntis-Schwebebahn bleiben vorläufig geschlossen. (sda)

Meist gelesene Artikel

Ein fünfjähriger Knabe ist am Sonntag in Niederurnen im Kanton Glarus beim Spielen im Wald tödlich verunfallt.
GLARUS

Fünfjähriger von Stein tödlich getroffen

ZUG

Üble Schlägerei am Bahnhof

URI

Deutsche Polizistin macht Praktikum

HERGISWIL

Ein Verletzter nach Bagger-Unfall bei Gleisarbeiten

Die Felsbrocken türmten sich bis zu acht Metern Höhe auf der Strecke ins Samnaun.
FELSSTURZ

Felsen blockieren die Strasse nach Samnaun

Der Aargauische Regierungsrat hat nach Kritik an der Amtsführung von Gesundheitsdirektorin Franziska Roth (SVP) eine unabhängige, externe Analyse in Auftrag gegeben. Die SVP Aargau unterstützt dieses Vorgehen (Archivbild)
REGIERUNGSRAT

Letzte Chance für SVP-Regierungsrätin Roth

Apple mit neuer iPad-Genertion. (Archivlbild)
KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIE

Apple mit neuer iPad-Generation

Ein Gleisbaubagger ist in Hergiswil gekippt. Ein Arbeiter wurde beim Unfall leicht verletzt.
ARBEITSUNFALL

Unfall bei Bahnausbau

Beim Zusammenstoss zweier Skifahrer in den französischen Alpen ist eine 46-jährige Schwedin ums Leben gekommen. (Symbolbild)
FRANKREICH

Tödlicher Zusammenprall auf Skipiste

Nach einer Schiesserei in Utrecht ist die Terroreinheit der Polizei am Tatort.
NIEDERLANDE

Drei Tote nach Schüssen in Utrecht

Zur klassischen Ansicht wechseln