Wirtschaft
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13.10.2021 09:38

CEO verlässt Cham Group per sofort

  • War seit 2018 CEO der Cham Group: Andreas Friederich.  (Bild: PD)
  • Die Entwicklung des Papieri-Areals beinhaltet auch die Belebung des Lorzeufers.  (Visualisierung: PD)
WIRTSCHAFT ⋅ Andreas Friederich verlässt die Immobiliengesellschaft auf eigenen Wunsch. Per sofort übernimmt Claude Ebnöther die Leitung der Gruppe. Der Nachfolger brauche neue Anforderungen, teilt das Unternehmen mit.

Gregory Remez

Gregory Remez

Beim Immobilienentwickler Cham Group kommt es zu einem Wechsel an der operativen Spitze. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hat sich CEO Andreas Friederich (Jg. 1975) dazu entschieden, die Cham Group zu verlassen, um «neue berufliche Herausforderungen anzunehmen». Den Vorsitz der Geschäftsleitung übernimmt per sofort interimistisch Claude Ebnöther (Jg. 1949), der seit 2012 Mitglied des Immobilien-Ausschusses der Cham Group und seit 2018 Mitglied des Verwaltungsrates ist.

Friederich trat 2015 als Leiter des Geschäftsbereiches Immobilien in das Unternehmen ein und war seit 2018 CEO der Cham Group. Der Architekt ETH war bereits seit 2013 als Berater in die Planungen zur Transformation des ehemaligen Industriegeländes in ein neues Wohn- und Arbeitsgebiet involviert. Der Verwaltungsrat sprach Friederich seinen Dank und seine Anerkennung für seinen Einsatz in der bisherigen Entwicklung des Papieri-Areals aus.

270 neue Wohnungen bereits im nächsten Jahr

Die Cham Group ist für die Entwicklung des Papieri-Areals im Zentrum von Cham zuständig. Auf dem ehemaligen Fabrikgelände entsteht über die nächsten 10 bis 15 Jahre etappenweise ein elf Hektar umfassendes neues Quartier mit je rund 1000 Wohnungen und Arbeitsplätzen.

Mit der Fertigstellung der ersten Bauetappe Ende 2022 würden künftig vermehrt kommerzielle Aufgaben – wie die Bewirtschaftung, das Arealmanagement und der Mieterkontakt – in den Mittelpunkt des Aufgabenbereichs des CEO treten, teilte die Cham Group weiter mit. Der Verwaltungsrat will deshalb den Führungswechsel als Chance nutzen, um einen Nachfolger zu finden, bei dem die entsprechenden Anforderungen der nächsten Entwicklungsphase des Papieri-Areals im Fokus stehen.

«Waren bei der Lancierung des Projekts vor über zehn Jahren noch vor allem Ingenieurs- und Architekturkenntnisse gefragt, wird jetzt betriebswirtschaftliches Know-how immer wichtiger», erläutert Sprecher Edwin van der Geest auf Nachfrage. Die einstige Industriebrache beginne allmählich zu leben. «Das Areal muss nun betrieben und bewirtschaftet werden, insofern sucht der Verwaltungsrat nun nach einem CEO mit einem etwas anderen Profil.»

Bereits im kommenden Jahr werden 270 neue Wohnungen auf dem Areal fertiggestellt. Zusätzlich werden neue Baubewilligungen für weitere Etappen erteilt. Das heisse nicht, dass der neue CEO nicht auch ein Architekt sein könne, doch zwingend sei das nicht, so van der Geest. Bis zur Neubesetzung der Spitzenposition sei das Areal aber in guten Händen. «Claude Ebnöther kennt das Projekt in- und auswendig.»

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