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04.08.2020 11:05

UPC Schweiz schrumpft im Frühling

  • Geschlossene Läden während des Lockdowns nagten auch bei UPC Schweiz am Umsatz. (Archiv)
    Geschlossene Läden während des Lockdowns nagten auch bei UPC Schweiz am Umsatz. (Archiv) | KEYSTONE/MANUEL LOPEZ
TELEKOMMUNIKATION ⋅ Die Talfahrt bei UPC ist auch im Frühling weitergegangen. Die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 288,3 Millionen Franken.

Das sind 8,6 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie UPC am Dienstag in einem Communiqué bekanntgab. Grund für den Rückgang sei die Coronakrise und der intensive Wettbewerb, erklärte UPC. Durch die Eindämmungsmassnahmen des Bundesrates hätten die Verkäufe wegen geschlossener Partnershops im April und Mai abgenommen. Mit den Lockerungen im Juni seien die Verkäufe dann wieder gestiegen, sogar über das Vorjahresniveau.

Dennoch schmolz die Geschäftsgrundlage weiter: UPC verlor von April bis Ende Juni 16'400 Abonnenten und zählt noch 996'500 Kabelnetzkunden, wie die UPC-Besitzerin Liberty Global ihrerseits bekannt gab.

Damit ist die Kabelnetzbetreiberin erstmals seit Jahrzehnten unter die Grenze von 1 Million gefallen. Immerhin hat sich der Aderlass etwas verlangsamt. Im Vorjahresquartal hatte UPC noch 18'100 Kunden verloren.

Dagegen konnte der Mobilfunk weiter zulegen, der 10'000 Kunden gewann. Gesamthaft hat UPC nun 223'000 Mobilfunkkunden. Allerdings habe man weniger Handys verkauft und der monatliche Durchschnittsumsatz pro Kunde sei weiter unter Druck gewesen, schrieb Liberty Global.

Etwas geringer war der Rückgang bei den Geschäftskunden. Hier sei der Umsatz trotz der erschwerten Bedingungen während der Pandemie lediglich um 4,9 Prozent gesunken, schrieb UPC. Im Kernsegment habe man gar um 2 Prozent zugelegt. Man habe namhafte Unternehmen wie beispielsweise Ems-Chemie, das Immobilienunternehmen Allreal oder das Bahnunternehmen BLS als Kunden gewonnen.

Auch operativ verdiente UPC weniger: Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) fiel um 9,9 Prozent auf 150,2 Millionen Franken. (sda/awp)

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