Wirtschaft
Lade Login-Box.
21.06.2022 10:44

Zahl der Toten bei Unfällen im öV sinkt

  • Das Bahnfahren ist in der Schweiz insgesamt sehr sicher. (Archivbild)
    KEYSTONE/PETER KLAUNZER
ÖFFENTLICHER VERKEHR ⋅ In der Schweiz sind im vergangenen Jahr ungefähr halb so viele Menschen bei Unfällen im öffentlichen Verkehr (öV) ums Leben gekommen wie in den Jahren zuvor. Insgesamt kam es 2021 zu 189 schweren Unfällen mit 15 Todesopfern und 133 Schwerverletzten.

2020 hatte die Zahl der Getöteten bei 27 Personen gelegen, in den drei vorangegangenen Jahren zwischen 27 und 30. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Sicherheitsbericht des Bundesamts für Verkehr hervor.

Die Zahl der schweren Unfälle nahm gegenüber dem Vorjahr leicht zu, liegt aber im Bereich der Schwankungsbreite seit 2017. Gleiches gilt für die Zahl der Schwerverletzten.

Bei den meisten Todesopfern handelt es sich den Angaben zufolge um Angestellte von Verkehrsunternehmen oder von beauftragten Baufirmen. Sechs der Getöteten waren Personen, die sich unerlaubt auf öV-Anlagen aufhielten. Reisende kamen keine ums Leben.

Einfluss der Pandemie ist unklar

Zurückhaltend äusserte sich das BAV, was die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Unfallzahlen angeht. Ohne die pandemiebedingt rückläufige Mobilität wäre die Zahl der Toten und Verletzten möglicherweise etwas höher ausgefallen, schrieb es dazu. Bei einem beträchtlichen Anteil der Unfälle spiele es allerdings keine Rolle, wie viele Menschen sich in einem Verkehrsmittel befänden.

Bei der Eisenbahn sei allerdings die Zahl der Personen stark zurückgegangen, die von Zügen erfasst oder überfahren worden seien, heisst es im Bericht. Dies hänge vermutlich mit dem eingeschränkten Nachtleben während der Pandemie zusammen.

Im internationalen Vergleich steht die Schweiz gut da. Sie liegt bei der Sicherheit im öffentlichen Verkehr wie im Vorjahr auf Rang zwei der europäischen Rangliste - hinter Grossbritannien. Untersucht wurde die Situation in 18 europäischen Staaten.

Baustellensicherheit als Schwachstelle

Dabei gibt es zwischen den einzelnen Indikatoren allerdings grosse Unterschiede. Bei den Unfällen auf Bahnübergängen belegt die Schweiz den Spitzenplatz. Der Bericht führt dies auf die in den letzten Jahren getätigten systematischen Sanierungen zurück. Bei Arbeitsunfällen, etwa bei Gleisarbeiten, liegt die Schweiz dagegen noch immer im hinteren Drittel der Rangliste, auch wenn sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserte.

Im Vergleich zum Individualverkehr sei der öffentliche Verkehr in der Schweiz sehr sicher, betonte das BAV. Pro Personenkilometer sei das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, ungefähr siebzig Mal tiefer als im Auto. (sda)

Meist gelesene Artikel

Der tödlich verunglückte Senior wurde nach Einbruch der Nacht bei einem Suchflug auf 1512 Metern über Meer in einem abgelegenen Talkessel in der Klöntal-Region gefunden. (Symbolbild)
BERGUNFALL

Senior verunglückt in Glarner Alpen tödlich

Schwyz
ZUG

Kanton ruft zum Wassersparen auf

URI

Von der Wildhut bestätigt: Wolf reisst drei Schafe im Urner Oberland

Ein 64-jähriger Niederländer ist am Dienstag beim Aufstieg zum Täschhorn (links) tödlich verunglückt. (Archivbild)
BERGUNFALL

Alpinist am Täschhorn VS tödlich verunglückt

Auf dem Ventina-Gletscher auf der italienischen Seite des Matterhorns bei Cervinia hat der geschmolzene Schnee mutmasslich eine Granatae aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht befördert.
GLETSCHERFUND

Gletscher gibt Weltkriegs-Granate frei

HANDOUT - Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt den Luftwaffenstützpunkt Saki vor einer Explosion. Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
RUSSLAND

Ukraine: Flugzeuge auf Krim zerstört

Die Klippschliefer-Familie im Basler Zolli.
JUNGTIERE

Zoogeburt unter schwierigen Umständen

HANDOUT - Dieses von der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Belugawal, der in der Seine schwimmt. Foto: Uncredited/Sea Shepherd/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung innerhalb der nächsten 14 Tage und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
FRANKREICH

Belugawal aus der Seine gehoben

Schwyz
KANTON LUZERN

Schwiegervater mit Messer verletzt

ARCHIV - Zwei Soldaten senken die Nationalflagge während der täglichen Flaggenzeremonie auf dem Freiheitsplatz der Chiang Kai-shek Memorial Hall. Foto: Chiang Ying-Ying/AP/dpa
CHINA

China droht mit Einnahme Taiwans

Zur klassischen Ansicht wechseln