Luzern
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08.04.2021 14:59

Aus dem «Eden» wird «El Capo»: Der neue Pächter will wieder Schwung ins Lokal bringen

  • Das neue «El Capo»-Team: Daniel Jäger, Martina Amacher, Anouk Mallafré und Felipe Montes. (Bild: Pius Amrein (Sempach, 26. März 2021))
  • Das Gasthaus Bad Wolhusen im letzten Jahr während des Umbaus. (Bild: PD)
  • Daniel Jäger hat die Eventbar in Sempach Station gepachtet. (Bild: Pius Amrein (Sempach, 26. März 2021))
LUZERN ⋅ Im südamerikanischen Stil wird die ehemalige Eden Eventbar unter neuem Namen wiedereröffnen. Der Pächter ist kein Unbekannter in der Gastroszene.

Fabienne Mühlemann

Fabienne Mühlemann

Fabienne Mühlemann

Sie liegt direkt am Bahnhof Sempach-Neuenkirch, gleich hinter dem Birdland Hotel: die Eden Eventbar. Obwohl sie, wie alle Gastrolokale, momentan geschlossen ist, herrscht drinnen reger Betrieb: Es wird gehämmert und geschuftet. Die Bar wird nämlich gerade umgebaut. Erlaubt die Lage eine Wiedereröffnung, wird sie unter dem Namen «El Capo» ihre Tore öffnen, mit einem neuen Team. «Früher war das Lokal weitherum bekannt. Ich möchte wieder neuen Schwung in den Betrieb hineinbringen», sagt der neue Pächter Daniel Jäger.

Der selbstständige Unternehmer ist kein Unbekannter in der Gastroszene. Seit einem Jahr führt er das Gasthaus Bad Wolhusen und ist ausserdem Pächter des «Tresor» in der Stadt Luzern. «Die Wiedereröffnung des Wolhuser ‹Bads› war ein riesiger Erfolg, wir wurden regelrecht überrannt. Zum Teil mussten wir im Sommer Gäste nach Hause schicken, weil wir auf der Terrasse keinen Platz mehr hatten», so der in Emmenbrücke wohnhafte 41-Jährige.

Leute aus der ganzen Schweiz, aber auch viele Einheimische seien regelmässig vorbeigekommen. «Man hat sich gefreut, dass das Gasthaus nach dem Betrieb einer Kontaktbar wieder ein Treffpunkt für alle geworden ist», so Jäger.

Gentleman's Club und Darts-Training

Der Erfolg in Wolhusen gab ihm den Mut, noch einen Schritt weiterzugehen. Denn die Eden Eventbar hatte er schon lange im Blick. Der Inhaber, Kilian Keller, ist der Bruder vom «Bad»-Eigentümer. «Nun habe ich die Chance gepackt und den Betrieb in Sempach übernommen. Sobald die Massnahmen gelockert werden, öffnen wir die Türen», sagt Jäger. Die Bar werde an jedem Tag geöffnet sein.

Sein Konzept gestaltet sich ähnlich wie jenes in Wolhusen: ein Lokal für Jung und Alt. Der Stil ist südamerikanisch. So hängen Kaffeesäcke an der Decke, die Wände sind aus Holz, Havanna-Fässer sind auf dem Gelände verteilt, Palmen sorgen für Ferienstimmung. Regelmässig sollen Events wie Mottoparties, das Oktoberfest oder Fasnacht stattfinden. 32 Sorten Bier wird Jäger im «El Capo» anbieten, ausgefallene Burger-Varianten mit Curry-Ananas- oder Schokoladen-Fleisch sowie einen Fünf-Kilo-Burger tischt er seinen Gästen auf.

Auch lokale Vereine treffen sich hier: Im Untergeschoss können die einheimischen Dartsklubs weiterhin trainieren und Turniere veranstalten. Eine Guggenmusig benutzt einen Raum als Übungslokal. Und in einem weiteren Zimmer soll ein sogenannter Gentleman's Club entstehen. «Es soll wieder ein Treffpunkt für die Region werden», so Jäger.

Reserven sind bald aufgebraucht

Und wie schafft man es, drei Betriebe gleichzeitig zu führen? Jäger sagt:

«Der Tag hat 24 Stunden. Ich kann nicht einfach herumsitzen, sondern muss etwas unternehmen. Und manchmal braucht es einfach ein bisschen Mut sowie ein gutes Team im Rücken, dem man vertraut.»

Er ist überzeugt, dass sich die Leute nach sozialen Kontakten sehnen und nach Lockerungen der Massnahmen wieder in die Restaurants und Bars pilgern. «Und immerhin hatten wir nun genug Zeit, alles für die Neueröffnung vorzubereiten.» Helfen werde ihm sicherlich auch die riesige Aussenterrasse mit rund 200 Quadratmetern, welche den Gästen noch mehr Sicherheit durch kleineres Ansteckungsrisiko bietet.

Enttäuscht ist er aber vom Kanton, denn an Härtefallgeldern hat er noch nichts gesehen. «Ich muss alles im ‹Bad› und im ‹Tresor› aus meiner eigenen Tasche bezahlen, zum Glück habe ich noch Reserven – die sind jedoch bald aufgebraucht.» Doch dies hält ihn nicht davon ab, weiter an seinen Projekten zu arbeiten, wie er mit dem Umbau des Lokals in Sempach beweist. «Schlussendlich bleibe ich immer positiv, alles andere bringt mir nichts.»

Hinweis: Infos unter www.elcapo.ch

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