Luzern
Lade Login-Box.
26.03.2020 05:10

Homeoffice: Für Paul geht eine Tür auf

LUZERN ⋅ Sie heissen Pauuu, Dida oder Do. Und sie halten die Eltern von Michael Graber auf Trab.

Michael Graber

Paul hat es ganz gut. Paul weiss nichts vom Coronavirus. Paul – oder Pauuu wie er sich selber nennt – ist 1,5 Jahre alt und kämpft mit anderen Problemen. Etwa, dass immer die Türen zugehen, wenn er mit Dida (Frieda, 4) oder Do (John, 8) spielen will. Vor allem Do ist wegen der geschlossenen Schulen deutlich öfter daheim als vorher und kann deshalb noch öfter seine eigene Tür schliessen. Bei Dida sind es nur zwei Halbtage Spielgruppe. Dazu fallen aber auch noch Didas Besuche bei den Grosseltern am Ende der Strasse weg. Entweder malt sie nun sehr material-intensiv Bilder in ihrem Zimmer (bei geschlossener Tür) oder sie betont, dass es ihr grad sehr langweilig sei.

Dida kompensiert Langweile gerne mit dem Erheischen von Aufmerksamkeit. Pauuu mag Aufmerksamkeit auch. Bekommt Dida keine Aufmerksamkeit, wird sie wütend und neigt zu Schimpftiraden. Pauuu kompensiert fehlende Aufmerksamkeit damit, dass er Dinge in die Toilette wirft (Spielzeug, Besteck, Reisepässe). Dummerweise kommen Dida und Pauuu nicht auf die Idee, sich gegenseitig Aufmerksamkeit zu schenken, und so stehen wir Eltern vor der Qual der Wahl, ob wir uns lieber beschimpfen lassen oder allerlei Sachen aus dem WC fischen wollen. Es ist beides nicht optimal, wenn ich daneben im Homeoffice sitze. Und so geht für Pauuu auch noch die Tür zum Elternschlafzimmer zu. Aber die Corona-Krise hat offenbar einen Lernschub bei Pauuu ausgelöst: Er kann neuerdings Türen öffnen. Sehr zum Leidwesen von Do, Dida und den Eltern. Aber in einer Zeit, in der so viele Türen geschlossen bleiben, ist es ja eigentlich umso schöner, wenn da und dort mal eine aufgeht.

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

Winzerin Ruth Kempf aus Silenen UR präsentiert den Siegerwein in der Sparte Blauburgunder sortenrein des Zentralschweizer Weinpreises 2020.
SILENEN

Urner Wein zum besten Blauburgunder der Zentralschweiz gekürt

LUZERN

Absage der Abstimmung ist für den Ebikoner Gemeinderat das nächste Desaster

ARCHIV - Ein Ortsschild mit durchgezogener roter Linie steht am Ende der Ortschaft Ischgl. Der Verbraucherschutzverein stellt am 23.09.2020 erste Musterklagen gegen die Republik und das Land Tirol vor, die am selben Tag beim Landgericht für Zivilrechtssachen Wien als Vorbereitung einer etwaigen Sammelklage eingebracht werden sollen. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa
DEUTSCHLAND

Corona-Hotspot Ischgl: Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

Michael Albasini wird ab dem nächsten Jahr Trainer des Strassennationalteams
SWISS CYCLING

Der Sohn folgt auf den Vater

Forschenden haben einen neuen Kälterekord auf Grönland für die nördliche Hemisphäre ausfindig gemacht - dieser liegt allerdings schon 30 Jahre zurück.
WETTER

Minus 69,6 Grad: Kälterekord auf Grönland

SIHLBRUGG

Zeugenaufruf nach Autounfall

ARCHIV - Der Schauspieler Michael Gwisdek bei Dreharbeiten. Der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek ist tot. Er starb im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie seine Familie am Mittwoch nach Angaben der Agentur Just Publicity mitteilte. Foto: picture alliance / Jörg Carstensen/dpa
BERLIN

Schauspieler Michael Gwisdek mit 78 Jahren gestorben

ARCHIV - In einem Bericht von zwei Ausschüssen im US-Senat schreiben die Republikaner, dass zwei Beamten der Obama-Regierung Hunter Bidens Tätigkeit wegen eines potenziellen Interessenskonflikts problematisch erschienen sei. Foto: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa
USA

Republikaner legen Bericht zu Untersuchung gegen Bidens Sohn vor

Nach einem Blitzeinschlag auf einem Fussballplatz in Abtwil SG mussten 14-Juniorenspieler ins Spital eingeliefert werden. (Archivbild)
BLITZSCHLAG

Blitz trifft Fussballplatz in Abtwil SG

dpatopbilder - Ein Arbeiter verteilt Desinfektionsmittel als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus an der Westmauer, der heiligsten Stätte, an der Juden in Jerusalem beten können. Foto: Sebastian Scheiner/AP/dpa
ISRAEL

Rekord an Corona-Infektionen in Israel - Fast 7000 neue Fälle

Zur klassischen Ansicht wechseln