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13.10.2021 11:11

Zertifikat mit Online-Coronatest: Firma muss Angebot stoppen

EBIKON ⋅ Das Bundesamt für Gesundheit hat beim Anbieter der Plattform coronatestonline.ch interveniert. Dieser hat einen Anwalt eingeschaltet.

«Kein Verkauf! Sorry.» Wer über die Website www.coronatestonline.ch ein Covid-Zertifikat erwerben möchte, stösst aktuell auf diese Nachricht. Ebenso aufgeschaltet ist eine kurze Stellungnahme des Initiantenteams, zu welchem der Ebikoner Unternehmer Bruno Aregger gehört. Darin steht, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sie aufgefordert habe, das Dienstleistungsangebot einzustellen.

In der Stellungnahme wird ebenso betont, dass es sich bei coronatestonline.ch nicht um ein Online-Testcenter handle, sondern auf der Website lediglich solche Angebote aus dem In- und Ausland publiziert würden. «Die Testdurchführung sowie Zertifikatsausstellung ist Sache der verschiedenen Anbieter», heisst es weiter. Coronatestonline.ch selber führe keine medizinischen Dienstleistungen durch.

BAG trifft weiterhin juristische Abklärungen

Dennoch scheint das BAG der Sache nicht zu trauen. Eine Woche nach der Lancierung des Angebots hat das Bundesamt juristisch abgeklärt, ob die angewandte Methode rechtmässig ist. «Die Abklärungen sind noch nicht abgeschlossen», schreibt nun Simone Buchmann vom BAG auf Anfrage. «Im Moment halten wir aber an unserer bereits letzte Woche kommunizierten Einschätzung fest, wonach solche Online-Schnelltestangebote in der Schweiz nicht zulässig sind.»

Zur Erinnerung: Über coronatestonline.ch können Termine für einen Selbsttest gebucht werden. Dieser ist viel günstiger als anderweitige Tests. Vor einer Webcam können Personen dann einen Antigen-Selbsttest durchführen, der in Apotheken erhältlichen ist. Fällt dieser negativ aus, erhalten die Getesteten ein EU-Zertifikat, das auch in der Schweiz gültig ist. Bruno Aregger beteuerte, dass die Partner alle eine offizielle Zertifizierung in der EU durchlaufen haben.

Gemäss dem aktuellen Communiqué auf der Website hat coronatestonline.ch innert der geforderten Frist eine Stellungnahme beim BAG eingereicht. Verfasst habe diese ein Anwalt. Bis auf weiteres ist das Angebot der Online-Schnelltests allerdings auf Eis gelegt.

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