Luzern
05.07.2018 12:24

Zirkus-Zelt wartet mit einer Neuerung auf

  • Arbeiter bauen auf der Allmend das Zirkuszelt auf. (Bild: Corinne Glanzmann (5. Juli 2018))
  • Mitarbeiter tragen Elemente der Zuschauertribüne unter das Zelt des Zirkus Knie (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 5. Juli 2018))
LUZERN ⋅ In den nächsten zwei Wochen gastiert der Zirkus Knie auf der Luzerner Allmend. Seit Donnerstagmorgen laufen die aufwendigen Aufbauarbeiten. Dabei helfen sogar die Pferde mit.

Gabriela Jordan

Wenn auf der Luzerner Allmend Pferde, Lamas und Zebras zu sehen sind, dann ist allen klar: Der Zirkus Knie ist wieder da! Wie jeden Sommer gastiert er rund zwei Wochen lang in Luzern und zieht mit einem immer wieder neuen Programm Gross und Klein in seinen Bann - von Akrobatik-Kunststücken über Tiernummern bis hin zu witzigen Comedy-Auftritten: Dieses Jahr führt die Komikerin Helga Schneider durch den Abend.

Bevor am Freitagabend die erste Vorstellung in der Manege gezeigt werden kann, gibt es aber noch viel zu tun. Noch am Mittwoch war die gesamte Zirkus-Equipe in Windisch im Aargau, wo bis 20 Uhr eine Vorstellung gezeigt wurde. Danach hiess es für die rund 100 technischen Mitarbeiter: Abbauen, in den Zug einladen, ausladen, zur Allmend chauffieren - und wieder aufbauen.

Seit Mittwochabend sind die Arbeiter, die vor allem aus Polen und Marokko stammen, deshalb mehr oder weniger auf den Beinen. Wie Lena Zurbuchen, Projektleiterin des Medienbüros, sagt, waren sie in Windisch um etwa 3 Uhr nachts fertig. Um 6 Uhr morgens ging es dann auf der Luzerner Allmend weiter.

Der Zirkus steht in einem halben Tag

Wer sich das bunte Treiben am Donnerstag noch ansehen will, muss sich sputen: Der gesamte Aufbau dauert nämlich erstaunlich kurz. Um das Hauptzelt aufzuziehen, das Vorzelt aufzustellen, alle Lampen aufzuhängen und das Orchesterpodium und die Zuschauertribüne zusammenzubauen, braucht es nur etwa einen halben Tag.

Das Wichtigste ist jetzt bereits getan. Am Nachmittag geht es dann an die Feinarbeit. Zum Beispiel muss noch der rote Teppich ausgerollt werden - damit ab Freitag auch alles picobello aussieht.

Wie immer befinden sich die Wohnwagen der Truppe nördlich vom Hauptzelt, und die Stallungen der Tiere südlich, damit diese vom Lärm durch den Aufbau verschont bleiben. Zirkus-Kenner werden aber feststellen, dass dieses Jahr etwas anders ist.

Über dem Hauptzelt steht neu ein riesiger Bogen aus Metallstangen. An diesem wird das Zelt von aussen aufgehängt. Statt wie bisher vier Masten sind im Zeltinnern deshalb nur noch deren zwei notwendig. Dadurch hat das Publikum eine uneingeschränkte Sicht auf die spektakulären Darbietungen in der Manege.

Pferde spazieren auf dem Sägemehl

An manchen Spielorten gastiert der Zirkus Knie nur wenige Tage. In Luzern, wo die Zelte, Ställe und Wagen über zwei Wochen lang stehen bleiben, können die Aufbau-Arbeiter deshalb mal verschnaufen. Langweilig wird ihnen aber sicher nicht.

Wie Lena Zurbuchen erklärt, haben viele von ihnen eine Doppelfunktion. So braucht es zum Beispiel auch Leute, die während der Vorstellung das Trapez anbringen, Tickets kontrollieren, Futter für die Tiere holen oder Reparaturen vornehmen. Beim Aufbau erhalten sie übrigens Hilfe von den Tieren: Damit in der Manege das Sägemehl und die darunter liegende Erde schön fest werden, lässt man die Pferde eine Weile darauf spazieren.

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