Nidwalden
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23.04.2019 17:23

Warum hat das EWN-Unterwerk Fadenbrücke keine Solarzellen?

  • Silvio Boschian, EWN-Verwaltungsratspräsident. (Bild: Boris Bürgisser, Buochs, 11. April 2019)

NIDWALDEN ⋅ Eine Solaranlage auf dem kleinen Dach hätte sich nicht gerechnet. Das sagt EWN-Verwaltungsratspräsident Silvio Boschian zum Umstand, dass am EWN-Unterwerk Fadenbrücke keine Solarzellen installiert sind.

Interview: Matthias Piazza

Mit einem Tag der offenen Tür hat das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) am 13. April das sanierte Unterwerk Fadenbrücke in Buochs eingeweiht. Solarzellen sucht man allerdings vergebens, weder auf dem Dach noch an der Fassade. Dabei hat die EWN-Führung an der Bilanzmedienkonferenz am 11. April ein Bekenntnis für erneuerbare Energien ausgesprochen. Der EWN-Verwaltungsratspräsident Silvio Boschian nimmt zu diesem Sachverhalt Stellung.War der Bau einer Fotovoltaik-Anlage ein Thema?Silvio Boschian: Wir haben uns ganz intensiv damit auseinandergesetzt, mussten uns aber schliesslich gegen die Installation von Solarzellen entscheiden. Die Verrohrung für eine allenfalls spätere Installation wurde jedoch bereits getätigt.Warum haben Sie die Idee einer solchen Anlage vorderhand verworfen? Geht es um finanzielle Aspekte?Eine Solaranlage hätte sich auf diesem kleinen Dach nicht gerechnet. Leider werden immer wieder falsche Berechnungen angestellt. Solarenergie entsteht auch in Nidwalden genau dann, wenn alle Anlagen europaweit produzieren. Zu diesem Zeitpunkt erhält man solchen Strom am Markt zum Nulltarif. Und an der Fassade sind Solarzellen in Autobahnnähe wegen der Gefahr des Blendens erst gar nicht zulässig, also musste auch diese Idee verworfen werden. Wir wollen mit den Geldern unserer Kunden und der öffentlichen Hand nicht in fragwürdige Projekte investieren. Fotovoltaik macht vor allem dort Sinn, wo kleine Verbraucher direkt vor Ort mit Strom versorgt werden können, sprich zum Beispiel auf Hausdächern.

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