Obwalden
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23.02.2020 11:58

Bomben und Zirkus an einem Tag: das war die Dorffasnacht in Lungern

  • Die Lungerer Hexen stossen mit der Adlerfrau an.  (Bild: Birgit Scheidegger (Lungern, 22. Februar 2020))
OBWALDEN ⋅ Die Fasnächtler sorgten in Lungern am Samstag mit viel Fantasie für einen gelungenen Umzug.

Birgit Scheidegger

Schnell noch die Windeln gewechselt, das Konfetti aufgefüllt und den Durst gelöscht, bevor die Engelsflügel, die Adlerfedern, die Perücken, Hüte und Nasen in die richtige Position gerückt wurden. Der Fasnachtsumzug in Lungern zeigte sich bunt, schrill und mit viel Fantasie. Gross und Klein, die jüngsten nur ein paar Monate alt, überraschten die vielen Besucherinnen und Besucher mit ausgefallenen Kostümen.

So wie die Flammäkicker, die den Zirkus Knie wie vor 100 Jahren präsentierten. Inklusive Popcornmaschine, Zirkuszelt und Pferdemist. Ganz in Blau zeigte sich die Gruppe Sugus, die als Avatar durch Lungern marschierte. Vielleicht um später nach Pandora aufzubrechen?

Von Gemeindeproblemen bis zum Modeschöpfer

«Vergangähäit vs Ziokunft» – so das Motto der diesjährigen Dorffasnacht in Lungern. Der Gemeinderat diskutierte im kunstvoll dekorierten «Gmeinshuis» über Fischerprobleme, während der Feuerwehrwagen an die letztjährige «Bombädrohig im OWI-Land» erinnerte. Während eine kleine Hexe mit einem uralten Töffli als Taxi durch die Strasse fuhr, zeigte sich der kleine Pöstler gesundheitsbewusst auf dem Velo. Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld war etwas überrumpelt, als eine Besucherin spontan auf seinen Wagen kletterte und sich die Kollektion zeigen liess, während seine Assistentin im Hintergrund eifrig mit der alten Nähmaschine ratterte und mit einer übergrossen Schere hantierte.

Die Schaulustigen bekamen Schlag auf Schlag neue Impulse aus der heutigen und früheren Zeit geliefert und staunten über die verschiedenen Kostüme und Fasnachtswagen, die mit viel Fantasie, Ideen, Teamgeist und Eigenarbeit von den Fasnächtlern hergestellt wurden.

Dazwischen hauten die Musikanten so richtig auf die Pauke, so wie unter anderem die Gibelguuger aus Lungern. Auch das gehört dazu. Fast so wie das Prachtwetter, dass auch dieses Jahr am Umzugssamstag herrschte.

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