Obwalden
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18.04.2019 05:09

Weichenstellung für neues Alterszentrum in Alpnach

  • So soll der neue Komplex in Alpnach dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)
OBWALDEN ⋅ Die Stimmbürger entscheiden am 19. Mai über die Teilrevision des Zonenplans «Allmend Ost». Nur bei einem Ja würde das Alterszentrum ermöglicht. Einen Plan B gibt es laut der Gemeinde nicht.

Robert Hess

Die Korporation Alpnach als Grundstückeigentümerin möchte den geltenden Quartierplan des Gebietes «Allmend Ost» in der Nähe des Bahnhofs ändern. Der Grund: Die ursprüngliche geplante industrielle Nutzung im mittleren und nördlichen Teil des Areals liess sich nicht realisieren. Dies heisst es in der Botschaft des Einwohnergemeinderates zur Urnenabstimmung vom 19. Mai, die in den nächsten Tagen zusammen mit den übrigen Abstimmungsunterlagen versandt wird. Zudem möchte die Stiftung Betagtenheim Alpnach dort einen Neubau realisieren (siehe Kasten). Die Umsetzung der veränderten Ansprüche erfordert eine Teilrevision des Zonenplanes in eine neue «Wohn- und Gewerbezone Allmend Ost» sowie des Bau- und Zonenreglementes.

Gemeindepräsident Heinz Krummenacher liess an einer Infoveranstaltung vom Dienstagabend im «Singsaal» keine Zweifel daran, dass die Stimmberechtigen vor einem bedeutenden Entscheid stehen: «Nur wenn wir der Zonenplanänderung zustimmen, kann das geplante neue Alterszentrum durch die Stiftung Betagtenheim Alpnach gebaut werden.» Bei einem Nein sei das Projekt vom Tisch, es gebe keinen Plan B, antwortete Krummenacher auf eine Frage aus den Reihen der rund 60 Anwesenden.

Lebensraum statt Abstellplatz schaffen

Bei «Allmend Ost» handelt es sich um das ehemalige «Guber-Areal». Im Rahmen des bestehenden Quartierplanes seien bereits der öffentliche Parkplatz Allmend, fünf Mehrfamilienhäuser der Axa sowie zwei Mehrfamilienhäuser der Korporation realisiert worden, erklärte deren Finanzchef Urs Spichtig an der Veranstaltung. «Eine Gewerbezone ist aber aus heutiger Sicht – unter anderem wegen der nicht optimalen Erschliessung – nicht mehr sinnvoll», fuhr er fort. «Einen Lebensraum statt Abstellplatz schaffen», sei das Ziel der Korporation und eine Chance für Alpnach. Insgesamt wird die neue «Wohn- und Gewerbezone Allmend Ost» laut Abstimmungsbotschaft eine Fläche von rund 12400 Quadratmetern umfassen. Neben Wohnbauten seien hier auch mässig störende Betriebe, öffentliche Nutzungen sowie der Betrieb der Park- und Ride-Anlage zulässig.

Realisiert werden soll im Rahmen von «Allmend-Ost», so Korporationsrat Urs Spichtig weiter, das Generationenprojekt Alterszentrum der Stiftung Betagtenheim Alpnach sowie drei Mehrfamilienhäuser mit Familien- und Kleinwohnungen der Korporation. Ob Miet- und/oder Eigentumswohnungen, sei derzeit noch offen. Die Häuser sollen sechs bis acht Stockwerke aufweisen. Dies habe zu einer Einsprache geführt, schreibt der Gemeinderat, auf die er aber nicht eingetreten sei, weil sie sich nicht auf den Zonenplan, sondern auf den Quartierplan bezog. Der Bezug der Wohnungen ist ab 2024 geplant.

Sind Lärmschutzmassnahmen notwendig?

An der Infoveranstaltung wurde auch die Frage des Lärmschutzes in diesem Gebiet aufgeworfen. Gemeindepräsident Heinz Krummenacher erklärte, dass entsprechende Massnahmen erst im Zuge des A8-Vollanschlusses Alpnach-Süd realisiert würden.

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