Uri
Lade Login-Box.
20.04.2019 05:09

Ehemaliger Leiter der Musikschule Uri blickt zurück

  • Leitete 15 Jahre lang die Musikschule Uri: Armando Cambra. (Bild: F. X. Brun)
URI ⋅ Musikschulleiter zu sein hat Armando Cambra «komplett erfüllt», wie er sagt. 2005 pensioniert, unterrichtet er heute immer noch. Er schuf den Förderungsfonds und zügelte mit der Musikschule.

(pd/eca) Mehrere Gründe waren es, die Armando Cambra dazu bewogen, Leiter der Musikschule Uri zu werden. Doch einer war besonders speziell: Er hatte mit einer kleinen Gruppe Kollegen versucht, in Nidwalden eine kantonale Musikschule zu gründen. Das misslang. Und da wollte er wissen, wie Uri das fertig gebracht hatte. Von 1. Dezember 1990 bis 31. August 2005 leitete er daraufhin die Musikschule Uri.

Sowieso: Die Arbeit als Musikschulleiter und Musiklehrer, «die hat mich komplett erfüllt», meint er. Zu seiner Zeit als Leiter wuchs die Musikschule stetig. «Sie war eindeutig ein Bedürfnis», sagt er. Die beliebtesten Instrumente zu seiner Zeit sind dieselben – eigentlich wie immer bis heute und wie in allen Musikschulen – Klavier und Violine. Auf die Frage, was für ihn eine Musikschule für einen Kanton bedeute, antwortet er:

«Diese Frage ist reine Rhetorik. Der Musikunterricht ist eine Grundausbildung. Die Kinder und Jugendlichen haben ein Anrecht darauf.»

Als die Villa Dätwyler zum Haus der Musik wurde

Was prägend war in seiner Zeit? «Alles: Die Löhne der Lehrerschaft, die Grund- und Weiterbildung, die Schülerkonzerte, die Lehrerkonzerte, die Musiklager, Lehrerkonferenzen und vieles mehr», antwortet er. Speziell allerdings: Zu Cambras Zeit wurde die Villa Dätwyler zum Haus der Musik umgestaltet. «Ich durfte mit Dr. Max Dätwyler unzählige Stunden planen und überlegen, was zu machen sei. Es war eine sehr intensive und sehr schöne Zeit», erzählt er. «Das Resultat kann sich sehen lassen. Dr. Max Dätwyler investierte sehr viel Geld in das Anwesen.»

Ebenfalls zu dieser Zeit erarbeiteten Hanes Zwyssig und Armando Cambra das Konzept für die Grund- und Weiterbildung. «Hanes Zwyssig war eine enorme Hilfe», erinnert sich Cambra. Ausserdem wurde die Stelle der stellvertretenden Leitung geschaffen, als erste Stellvertreterin Ludmilla Hänny eingestellt, die «mit ihrem Wissen und ihrem Engagement sehr half». Und nicht zuletzt schuf der ehemalige Musikschulleiter den Förderungsfonds. «Das war meine Idee, und der damalige Vorstand und meine Wenigkeit zahlten alle einen bestimmten Beitrag in diese Kasse.» Und seine Ausbildung? «Darüber schweige ich», meint er. Wer wolle, könne allerdings den damaligen Präsidenten fragen. 2005 ging Armando Cambra in Pension. Noch immer unterrichtet er.

Dieses Porträt ist Teil einer Reihe an Artikeln, die anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Musikschule Uri bis zu den Musicalaufführungen am 25. Mai erscheinen. Weitere Infos unter www.musikschule-uri.ch.

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

ESAF ZUG

Jodler, Trychler und Trachten zum Auftakt

AXEN-SPERRUNG

Zwischen Sisikon und Flüelen verkehrt jetzt ein grösseres Schiff

LUZERN

Mann wird von Bus erfasst und stirbt

ESAF ZUG

Der Frischequell der «Bösen»

ESAF ZUG

So gross ist der Aufwand des Schweizer Fernsehens

Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli ist in ihrer Wahlheimat Kanada im Alter von 88 Jahren gestorben.
TODESFALL

Schauspielerin Ines Torelli gestorben

Die Moosmättler haben eine Top-Aussicht.
ESAF ZUG

Jeder Wohnwagen hat seinen Charme

Ein Jugendlicher ist beim Hantieren mit einer Faustfeuerwaffe durch einen Schuss tödlich verletzt worden. (Archivbild)
SCHIESSUNFALL

14-Jähriger durch Schuss getötet

Die US-Gesundheitsbehörde registriert seit Ende Juni 193 Fälle von ungeklärten Atemwegserkrankungen bei E-Zigaretten-Konsumenten in 22 Bundessaaten. (Symbolbild)
GESUNDHEIT

Toter in den USA nach E-Zigaretten-Gebrauch

Oberste Richterin mit Kultstatus: die 86-jährige US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg. (Archivbild)
USA

Trump-Gegner bangen: Krebs bei Ginsburg

Zur klassischen Ansicht wechseln