Zug
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20.01.2022 17:59

Der umgekippte Radar muss neu geeicht werden

  • Sorgte auf Whatsapp für Lacher: der Radar der Zuger Polizei. (Bild: Leserreporter)
  • Der umgekippte Anhänger wird geborgen. (Bild: Leserreporter)
  • Kaputtgerammt: Aber die Daten des Blitzkastens konnten trotzdem ausgewertet werden. (Bild: Stadtpolizei Winterthur)
ZUG ⋅ Am Mittwochmorgen geriet ein Radar der Zuger Polizei in Schieflage. Der Vorfall verunmöglichte eine geplante Kontrolle – und auch in naher Zukunft kann er nicht eingesetzt werden.

Larissa Gassmann

Ein umgekippter Blitzkasten sorgte am Mittwochmorgen in Zug für staunende Blicke: Statt andere Verkehrsteilnehmer abzulichten, geriet die Anlage der Zuger Polizei bei der Ägeristrasse in Zug auf einmal selbst vor die Linsen einiger privater Kameras.

Nach dem Unfall konnte die semistätionäre Geschwindigkeitsmessanlage am vorgesehenen Einsatzort nicht eingesetzt werden: Beim Unfall hat der Blitzer derart Schaden genommen, dass dies nicht mehr möglich war, hiess es bei der Zuger Polizei am Tag danach auf Anfrage. Laut Mediensprecherin Judith Aklin habe man die Anlage «aufgrund des Missgeschicks» am Mittwoch nicht mehr einsetzen können. Auch in naher Zukunft wird der betreffende Blitzer keine Schnellfahrer oder gar Raser überführen können: Bevor die Anlage wieder zum Einsatz komme, müsse sie nun vom Hersteller überprüft werden. Auch werde vor einem erneuten Einsatz die Elektronik neu geeicht.

Hat die Zuger Polizei Ersatz? Eine Antwort gibt es aus «taktischen Gründen» nicht

Auf Anfrage verriet die Zuger Polizei übrigens aus «taktischen Gründen» nicht, ob der temporär kaputte semistationäre Blitzer der einzige seiner Art ist im Kanton Zug oder ob die Polizei noch andere solcher Geräte hat, auf die sie nun zurückgreifen kann.

Nicht die einzige Blitzkasten-Panne

Verletzt wurde durch den Vorfall niemand. Der Anhänger, auf dem der Blitzer geladen war, ist bei einem Wendemanöver auf einem Ausstellplatz gekippt. Zu Verkehrsbehinderungen ist es laut Polizei dadurch nicht gekommen. Eine Pannenhilfe barg dann das 1300 Kilogramm schwere Teil.

Neben dem semistätionär in Schieflage befindlichen Zuger Blitzer gerieten in Vergangenheit auch immer wieder andere Radaranlagen in die Schlagzeilen: Im letzten Frühling etwa wurde ein Aargauer mit fast 100 km/h in Winterthur geblitzt, woraufhin er mit seinem BMW rückwärts gegen die Messanlage fuhr. Diese schob sich dadurch gegen Treppengeländer und Gartenmauer einer Liegenschaft. Es entstand ein Schaden von über 115’000 Franken – vor Gericht sagte der Fahrer, er habe das Foto löschen wollen.

Wenige Monate vorher stand ein Badener Pannen-Blechpolizist im Fokus. Der Kasten blitzte am Wochenende pausenlos - selbst dann, wenn gar keine Autos in Sicht waren.

2019 sorgte ein als Radarkasten verkleideter Fasnächtler in Altdorf für Aufsehen. Inspiriert wurde er bei seiner Blitzer-Aktion durch den französischen Komiker Remi Gaillard:

Kommentare

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21.01.2022 06:06

Hoffentli muess dä Fahrer de check au abghä, wil üsä rein müesstä garantiert!!

Agnes Gwerder-Ulrich, Ibach ⋅ Beiträge: 3
» antworten

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