Zug
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29.11.2021 05:11

Zuger Unternehmen stellen innovative Produkte mit Pfiff aus

  • Nachhaltiges und Ausgefallenes war zu sehen an der Messe.
  • Originelle Lampen wurden präsentiert. (Bild: Matthias Jurt (Zug, 27. November 2021))
ZUG ⋅ Die «Design aus Zug 2021» verlockte zu einem Besuch in die Shedhalle.

Monika Wegmann

Monika Wegmann

Das nasskalte Winterwetter war genau richtig, um am letzten Wochenende durch die bunte Werkschau in der Shedhalle zu schlendern. Hier war zu sehen, auf welch professionellem Niveau die jungen Designer und Designerinnen in der Region Zug arbeiten. An den Ständen gab es hochwertige Produkte aus den Bereichen: Mode, Accessoires, Schmuck, Wohnen, Geschirr, Floristik bis zum Siebdruck. Im Eingang lockten bereits Stocker’s Kaffeerösterei und Heiner’s Destillate, darauf kamen viele nach dem Rundgang gerne zurück.

Mit Leidenschaft standen hier alle für ihre kleinen Unternehmen ein, wobei Design und Qualität eine wichtige Rolle spielten. Auch bei Stefan Britschgi, der stolz massgeschneiderte Ganzjahreskleidung präsentierte:

«Der Kunde kann selber alles zusammenstellen wie Farbe, Material und Schnitt, und es sind Schweizer Produkte.»

Das schöne Geschenkpapier sowie die Karten sind vom Siebdrucker Pierre Lichtsteiner aus Cham. «Die Entwürfe passieren im stillen Kämmerlein», sagte er lachend und ergänzt, dass er zudem spezielle Drucke auf Flaschen, Textilien und anderen Materialien ausführt.

Die Stände mit den Kleidern der Designerinnen Prisca Waller, Esther Fabris und Mirjam Roosdorp stiessen auf besonderes Interesse. Wie auch die getupften Halstücher von Caroline Flueler. Überraschung löste die Kollektion von Mirjam Roosdorp aus, weil sie aus Stoffmustern, Reststoffen oder alten Blusen und Kleidern neue, originelle Teile entworfen hat. Sogar aus Schwinger- oder Feuerwehrhosen hat sie als gewitzte Wiederverwertung chice Stücke kreiert – allesamt Unikate. Die Zuger Goldschmiedin Franziska Leuppi zeigte ihre schönen Kreationen.

Es steckt viel Handarbeit dahinter

Von der Idee, dem Brennen bis zum Verkauf der Vasen und des Geschirrs mit dem schlichten Design und den dezenten Farben, war Ivana Mohler mit Hingabe tätig: «Jedes Stück benötigt drei bis vier Wochen für die Herstellung, das sind etliche Stunden Arbeit, wobei immer auch Ausschuss anfällt.» Die ehemalige Pharmaassistentin hat eine Keramikausbildung absolviert, denn sie möchte ein Atelier aufbauen. Aus Liebe zu Porzellan und Steinzeug ist auch Tonja Amstad, Hünenberg, voll motiviert tätig: «Alles ist gegossen oder gedreht und nachhaltig produziert.»

Zum Bereich Wohnen zeigte Arpi-Art originelle Lampen. Stefan Furter stellte einen Tisch aus Räuchereiche und mit Filz bezogene Stühle aus. Engagiert berichtet der Schreiner von seiner Arbeit: «Nachts zeichne ich die Möbel, die ich mit Schweizer Holz selber produziere.» Die Bäume und Blumen sind das Reich von André Hürlimann, der betont:

«Auch im Garten braucht es ein gutes Design, damit Pflanzen und Platten zusammenpassen.»

Er sei zum ersten Mal an der Ausstellung und sagte: «Es ist schön hier. Ich bin beeindruckt, was alles da ist, und das Feedback ist sehr positiv.»

Etwas weniger Beteiligungen

«Normal haben wir 19 bis 22 Bewerbungen, in diesem Jahr sind es nur 14. Bei der Auswahl achten wir auf die Qualität der Produkte, und ob alle im Kanton Zug arbeiten. Wegen Corona stand heuer die Durchführung lange auf der Kippe», sagte Mirjam Roosdorp. Sie hat zusammen mit Priska Waller und Franziska Leuppi den zweitägigen Traditionsanlass organisiert. Nur letztes Jahr fand er nicht statt. So konnten Jung und Alt wieder in der 600 Quadratmeter grossen Halle gemütlich an den Ständen vorbeischlendern, die Produkte begutachten – und vor allem mit den jungen Designern und Designerinnen ins Gespräch kommen, was sehr geschätzt wurde. «Unser Logo ist inzwischen bekannt», sagte Roosdorp über das rege Interesse rundherum.

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