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14.01.2022 11:11

«Keine Entmachtung, sondern eine Entlastung»: Bruno Galliker tritt als SCK-Sportchef ab

  • Bruno Galliker gibt Verantwortung ab. (Bild: Patrick Hürlimann (Kriens, 21. Januar 2019))
SPORT ⋅ Führungswechsel beim SC Kriens: Bruno Galliker (57) gibt seine Ämter als Sportchef und Geschäftsführer ab. Er bleibt dem Verein aber als Technischer Leiter erhalten.

Turi Bucher

Was sich wie ein eklatanter, geräuschvoller Knall anhört, ist, so erklärt es der SC Kriens, eine seit Monaten diskutierte und geplante Umstrukturierung: Bruno Galliker, die wichtigste Person im Vereinskonstrukt des SCK, gibt seine Ämter als Sportchef und Geschäftsführer ab. Eine Degradierung sei es nicht, «sondern eine gemeinsame Entscheidung», betont Kriens-Präsident Werner Baumgartner. «Auch wenn der Entscheid strategisch von oben, von der Geschäftsleitung angestossen worden ist». Die ersten Impulse seien schon mehr als ein halbes Jahr alt und seien nicht dann erfolgt, als die Profimannschaft im Herbst in die sportliche Krise rutschte.

Baumgartner informierte am Freitagmorgen das Kader der
1. Mannschaft und sagte vor seinen Spielern: «Dies ist keine Entmachtung, sondern eine Entlastung.» Man wolle, so der SCK-Präsident, insbesondere der 1. Mannschaft ein Zeichen geben, dass der Sportchef sich in Zukunft voll und ganz um den Spitzenfussball kümmern und mehr für das Profiteam tun könne.

Galliker bleibt Sportchef und Geschäftsleiter, bis die Nachfolger gefunden sind. «Priorität hat die Neubesetzung des Sportchefamtes, diese soll im ersten Halbjahr 2022 erfolgen», sagt Baumgartner. Galliker selber wird Technischer Leiter des SCK bleiben. Diese Charge beinhaltet die sportliche Entwicklung, Organisation und koordinative Aufgaben im Spitzenfussball. Dafür wird ein neues Pflichtenheft erarbeitet. Galliker wird mit seinem Know-how im Spitzenfussball Ansprechpartner für den neuen Sportchef sein und sich beispielsweise auch um das Scouting oder das ‹Team Innerschweiz› kümmern.

Galliker: «Ich war in diesen Prozess stets involviert»

Diese Veränderungen an den sportlichen und geschäftlichen Schalthebeln seien, so erklärt Baumgartner, «wichtige Weichenstellungen im Non-Profit-Unternehmen SC Kriens, denn Bruno Galliker musste zuletzt operativ immer mehr Jobs bewältigen. Es ist enorm, was er in den letzten acht Jahren für den SCK geleistet hat.» Nun sollen neue, junge Leute neue Ideen einbringen.

«Ich war in diesen Umstrukturierungsprozess stets involviert», sagt Galliker, der am kommenden Dienstag 58 Jahre alt wird. «Die neue Ausgangslage ist eine enorme Entlastung für mich, jetzt warten andere Aufgaben auf mich.»

Das Profiteam des SC Kriens nimmt am Sonntag, 30. Januar, die Rückrunde in der Challenge League in Angriff. Der Abstieg in die Promotion League dürfte für den krassen Tabellenletzten unabwendbar sein. Der unmittelbar sportliche Ausblick des Präsidenten Baumgartner: «So weiter machen wie am letzten Samstag!» Da hatte der SCK mit einem feinen Auftritt in einem 2x30-Minuten-Spiel den FC Luzern 2:1 bezwungen.

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