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05.07.2022 15:52

Fussball, Frauen, EM

PREMIUM ⋅ 368 Spielerinnen kämpfen ab Mittwoch in England um den EM-Titel. Diese vier könnten zu den Stars des Turniers werden:

368 Spielerinnen kämpfen ab Mittwoch in England um den EM-Titel. Diese vier könnten zu den Stars des Turniers werden:

Ada Hegerberg (Norwegen)

Die Norwegerin ist zurück im Kreis des Nationalteams. Nach der EM 2017 in den Niederlanden war sie entnervt zurückgetreten, weil sie sich mit dem nationalen Verband nicht über die Prämien hatte einigen können. Auf Klubebene verlief ihre Karriere danach vorerst steil nach oben. 2018 wurde sie als erste Frau überhaupt mit dem Ballon d’Or als beste Fussballerin der Welt ausgezeichnet. Ein Kreuzbandriss und ein Schienbeinbruch bremsten die am Sonntag 27 Jahre alt werdende aber jäh, und sie war gezwungen, 20 Monate zu pausieren. Nun ist die Stürmerin aber wieder da. Keine Spielerin hat in der Champions League öfter getroffen als Ada Hegerberg (59 Treffer). Kann sie ihre Torgefahr auch in England unter Beweis stellen, könnte Aussenseiter Norwegen, der bei der letzten EM ohne Punkt und ohne Tor nach der Gruppenphase ausschied, zum Überraschungsteam avancieren.

Vivianne Miedema (Niederlande)

Würden die Stadionspeaker dieser Welt bei jedem Torerfolg ihren ganzen Namen nennen, liefen sie wohl irgendeinmal Gefahr, ihn noch nicht ganz ausgesprochen zu haben, ehe er bereits das nächste Mal ins Mikrophon gerufen werden müsste. Anna Margaretha Marina Astrid nennt sich Vivianne, Vivianne Miedema. Und die Niederländerin hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht als eine der torgefährlichsten Stürmerinnen überhaupt. Seit fünf Jahren spielt sie bei Arsenal in der englischen Super League. Und die Teamkollegin der Schweizer Internationalen Lia Wälti und Noelle Maritz ist in England Rekordtorschützin der Liga mit 74 Treffern, aber auch im Nationalteam verblüffte Miedema schon früh mit ihrer Kaltblütigkeit vor dem Tor. In ihrem zweiten Einsatz für das A-Nationalteam gelang ihr als 17-Jährige ein Hattrick, mittlerweile ist sie mit 92 Toren aus 108 Spielen Rekordtorschützin der Elftal. Bei der Heim-EM 2017 steuerte sie im Final gegen Dänemark auf dem Weg zum Titel zwei Tore bei. Soll es den "Oranje leeuwinnen" als erstes Team seit Deutschland zwischen 1995 und 2013 gelingen, den EM-Pokal zu verteidigen, wird Miedema ihr Visier gut eingestellt haben müssen.

Marie-Antoinette Katoto (Frankreich)

Tore waren in Frankreichs Nationalteam über Jahre mit einem Namen verknüpft: Eugénie Le Sommer. Mit 86 Treffern ist die 33-Jährige Rekordtorschützin ihres Landes. In England wird sie nicht dabei sein. Nationaltrainerin Corinne Diacre setzt in der Offensive auf jüngeres Personal. Wie Marie-Antoinette Katoto. Die 23-Jährige ist mit 132 Toren bereits die treffsicherste Spielerin in der Geschichte von Paris Saint-Germain, was entsprechend Begehrlichkeiten weckt. Ähnlich wie Kylian Mbappé im Männerteam hatte sie lange mit einem Wechsel geliebäugelt, ehe sie ihren Vertrag vor kurzem bis 2025 verlängerte. Im Nationalteam ist ihre Trefferquote ebenfalls beachtlich mit 24 Toren in 29 Spielen. Kann Katoto diese in England aufrechterhalten, hat die Équipe Tricolore durchaus die Chance, nach dreimaligem Ausscheiden in EM-Viertelfinals de suite weiterzukommen.

Lucy Bronze (England)

Bei ihr ist der Name Programm. "Tough" lautet der dritte Vorname von Lucy Bronze, und die Rechtsverteidigerin ist nicht nur "zäh", sondern gehört zu den besten der Welt auf ihrer Position. Dreimal hat sie mit Lyon die Champions League gewonnen. 2020 wurde sie von der FIFA zur besten Spielerin des Jahres gewählt. Nach zwei Jahren bei Manchester City hätte sie diesen Sommer nach Frankreich zurückkehren können, sie entschied sich aber für den Wechsel nach Barcelona. Zuvor will Bronze aber an der Heim-EM für Furore sorgen. Ihr Drang nach vorne ist berüchtigt, und sie soll die Offensivspielerinnen mit Flanken versorgen. Rekordtorschützin Ellen White (50 Treffer), zum Beispiel. Die grösste Hoffnung der Three Lionesses, die von der Niederländerin Sarina Wiegman betreut werden, welche 2017 mit ihrem Heimatland den Titel gewann, liegt aber auf der 21-jährigen Lauren Hemp, die mit ihrer Dribbelstärke brillieren soll. Mit Bronze (das ohnehin nicht mehr verliehen wird) wäre Lucy jedenfalls nicht zufrieden. Sie träumt von Gold im Wembley. (sda)

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