Euro2016
Lade Login-Box.
17.06.2021 00:05

Xhaka: "Nun müssen wir eine Reaktion zeigen"

  • Auch Yann Sommer blieb für einmal nicht ohne Fehler
    Auch Yann Sommer blieb für einmal nicht ohne Fehler | KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
ITALIEN - SCHWEIZ ⋅ Beim 0:3 in Rom im zweiten Gruppenspiel gegen Italien kassiert die Schweizer Nationalmannschaft eine der heftigsten Niederlagen der letzten Jahre. Die Exponenten reagieren selbstkritisch.

Am Schluss patzte auch noch Yann Sommer. Der Keeper von Borussia Mönchengladbach liess in der 88. Minute den Schuss von Ciro Immobile zum 0:3 durchrutschen. An der EM 2016 und der WM 2018 war der Keeper ohne Fehl und Tadel geblieben und rechtfertigte auch deswegen seine Position als unbestrittene Nummer 1. Auch sonst bot der 32-Jährige kaum einmal Angriffsfläche.

Der Lapsus von Sommer, der unmittelbar nach dem Spiel das Team Richtung Deutschland verliess, da seine Frau das zweite Kind erwartet, passte zu diesem enttäuschenden Abend im Olimpico in Rom, an dem die Schweizer Mannschaft auf dem harten Boden der Realität landete. Das letzte Mal, dass eine Schweizer Nationalmannschaft derart chancenlos agiert hatte, war im Herbst 2017, als sie in Lissabon im Rahmen der WM-Qualifikation gegen Portugal 0:2 unterlag. An einer Endrunde war es das 2:5 gegen Frankreich im zweiten Gruppenspiel an der WM 2014 in Brasilien.

Die Spieler reagierten selbstkritisch. "Nach einem 0:3 ist alles bitter, alles schlecht", sagte Steven Zuber, der die einzige Torchance der Schweiz hatte. Konkreter wurde Captain Granit Xhaka, der im Vorfeld der Partie wie Manuel Akanji durch seine blondgefärbten Haare für Gesprächsstoff sorgte. "Wir hatten zu viele einfache Ballverluste, waren zu wenig aggressiv, verloren zu viele Zweikämpfe, gaben Italien zu viel Raum und forderten zu wenig den Ball."

Die Aufarbeitung der Schmach begann unmittelbar nach der Partie in der Kabine, als Vladimir Petkovic zur Mannschaft sprach. "Es tut uns Leid für die Fans, die im Stadion waren und die vor dem Fernseher sassen", sagte Xhaka. "Nun müssen wir eine Reaktion zeigen." Trotz der grossen Enttäuschung müssten sie aber positiv bleiben. "Mit einem Sieg gegen die Türkei haben wir grosse Chancen, uns doch noch für die Achtelfinals zu qualifizieren."

Zumindest die Fortsetzung der Geschichte der WM 2014 macht auch Hoffnung für den Sonntag und die Partie in Baku. Dank dem 3:0 zum Abschluss gegen Honduras dank eines Hattricks von Xherdan Shaqiri qualifizierte sich die Schweiz in Brasilien für die Achtelfinals. (sda)

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

Bei dem Unfall auf der Maljoastrassen kam am Dienstagabend ein Mann ums Leben. Vier weitere Menschen wurden teils mittelschwer verletzt.
VERKEHRSUNFALL

Tödlicher Verkehrsunfall in Maloja GR

ZUG

Parkhaus Athene ist geschlossen und muss für über 2,5 Millionen in Stand gesetzt werden

Die Enttäuschung sitzt tief bei Stefan Küng, nach der knapp verpassten Olympia-Medaille im Zeitfahren
RAD STRASSE

Die Ledermedaille hat Bitterstoffe drin

LUZERNER RENTNER-RÄUBER

Verteidiger spricht von einer «Tat à la Mister Bean»

LUZERN

Ski-Star Michelle Gisin leidet am Pfeifferschen Drüsenfieber

ZUG

Der bekannte Grossinvestor Günter Zobel ist gestorben

LUZERN

Mikrobielle Infektion war Auslöser der vermehrt auftretenden Magen-Darm-Erkrankungen

LUZERN

Chauffeur mit zwei Ruhezeit-Karten unterwegs

FCZ-Trainer André Breitenreiter bekommt Verstärkung aus Berlin
SUPER LEAGUE

Neuer Spieler für den FCZ

Luzerns Trainer Fabio Celestini bekommt einen neuen Innenverteidiger
SUPER LEAGUE

Innenverteidiger aus Kosovo für Luzern

Zur klassischen Ansicht wechseln